Vom Feld ins Auto: Erdbeer-Drive-in sorgt für Aufsehen in NRW
Wer Lust auf Erdbeeren hat, muss in Bottrop nicht einmal aussteigen. Ein Hof hat ein Drive-in eröffnet, das frische Beeren, Shakes und Softeis direkt ans Autofenster bringt – und damit bereits zum Start für lange Schlangen sorgt.
Der klassische Erdbeerstand am Straßenrand bekommt Konkurrenz. In Bottrop-Kirchhellen hat ein landwirtschaftlicher Betrieb ein Drive-in eröffnet, das frische Erdbeeren und daraus hergestellte Spezialitäten direkt ans Autofenster bringt. Das Konzept erinnert an bekannte Fast-Food-Ketten – setzt jedoch ganz auf regionale Früchte.
Wer den Schmücker Hof besucht, fährt zunächst durch eine eigene Bestellspur. Über digitale Terminals können Besucher Erdbeeren, Milchshakes, Slushies, Softeis oder Waffeln auswählen und bezahlen. Wenige Meter weiter werden die Bestellungen von Mitarbeitern ausgegeben. Für Gäste ohne Auto gibt es zusätzlich einen separaten Bereich.
So lange es Erdbeeren gibt
Mit dem neuen Angebot reagiert der Hof auf veränderte Erwartungen der Verbraucher. Direktvermarktung beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Hofläden oder saisonale Verkaufsstände. Viele Betriebe setzen heute verstärkt auf Erlebnisangebote, die den Einkauf mit einem besonderen Konzept verbinden. Das Erdbeer-Drive-in in Bottrop ist ein auffälliges Beispiel dafür.
Wie Hofbetreiber Eberhard Schmücker gegenüber der Bild-Zeitung erklärte, sei die Idee entstanden, um die eigene Erdbeerernte stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Inspiration habe er sich bei einem niederländischen Betrieb geholt, der ein ähnliches Modell betreibt. Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts sind dabei die kurzen Wege: Die Erdbeeren stammen direkt vom eigenen Hof und gelangen ohne längere Transportstrecken zu den Kunden.
Zum Angebot gehören neben frischen Erdbeeren auch verschiedene Desserts und Snacks rund um die rote Frucht. Viele Produkte werden darüber hinaus in Varianten mit Blaubeeren angeboten.
Das Interesse scheint jedenfalls groß zu sein. Bereits kurz nach der Eröffnung am vergangenen Donnerstag bildeten sich lange Warteschlangen auf dem Gelände. Laut Bild nahmen manche Besucher sogar längere Anfahrtswege in Kauf, um das neue Konzept auszuprobieren. Besonders an den heißen Sommertagen erwiesen sich Milchshakes, Slushies und Softeis als gefragte Produkte, auch wenn man dafür bis zu zwei Stunden warten musste.
Der starke Andrang brachte jedoch auch kleinere Herausforderungen mit sich. Die hohen Temperaturen sorgten zeitweise dafür, dass einzelne Bestellterminals überhitzten. Nachdem die Geräte zusätzlich beschattet wurden, konnte der Betrieb fortgesetzt werden.
Wie lange das Erdbeer-Drive-in geöffnet bleibt, hängt von der Saison ab. Gegenüber der Bild erklärte Schmücker, das Angebot werde bestehen, solange ausreichend Erdbeeren verfügbar seien. Aktuelle Informationen zur Auslastung veröffentlicht der Hof über seine Social-Media-Kanäle.