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Der große Allergie-Guide: Wie man gut durchs Frühjahr kommt

Gesundheit
Self Care

Wenn die Temperaturen langsam in die Höhe klettern und sich Winter und Frühjahr die Hand reichen, startet bei vielen Menschen die herausfordernde Allergiezeit. Juckende Augen, Niesanfälle und eine laufende Nase gehören da gut und gerne wochenlang zum Tagesprogramm. Happy Life verrät, was dahintersteckt und wie man die mühsame Phase besser übersteht.

Pollenallergien sind lästig und können den Körper ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Für Menschen, die darunter leiden, kann sich das Frühjahr zu einem regelrechten Spießrutenlauf entwickeln. Denn wenn die Natur zu neuem Leben erwacht und eigentlich Frühlingsgefühle auslösen sollte, verbringen Allergiker:innen die meiste Zeit indoor und sind auf zum Teil heftige Medikamente angewiesen, die auf Dauer die Organe schädigen können. Wir verraten die besten Hausmittel und geben einen Überblick über die verbreitetsten Allergien.

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Pollenflugkalender: Was fliegt wann?

Der Klimawandel bringt nicht nur Extremwetterperioden mit sich, sondern sorgt auch dafür, dass sich die Jahreszeiten verschieben und miteinander verschwimmen. Immer häufiger wechseln sich schon in den ersten Monaten eines Jahres kalte und warme Perioden ab, heißt: Die Natur wird immer früher dazu aufgerufen, aus dem Winterschlaf zu erwachen und in einen neuen Blühzyklus zu starten.

Erle und Hasel

Wann: Jedes Jahr beginnt mit Erle und Hasel, zwei Bäumen, die bereits zwischen Mitte Januar und Ende März den Höhepunkt ihrer Blüte erreichen.

Was: Weil es in dieser Zeit oftmals noch sehr kalte Perioden gibt und man nur selten lange Zeit draußen verbringt, bleibt man von großen Allergieausbrüchen aber oftmals verschont. Außerdem ist die Luft aufgrund von häufigem Niederschlag und Schneefall noch eher feucht und Pollen werden schneller zu Boden gedrückt. Trotzdem kann die Kombination beider Pollen die Allergiesaison unschön einläuten.

Erste Hilfe: Aufenthalte im Freien reduzieren und zum Schutz der Augen eine Sonnenbrille tragen. Regelmäßiges Duschen kann helfen, die Pollen, die in den Haaren haften, abzuspülen.

Esche, Pappel und Co.

Wann: Nach Erle und Hasel starten etwa Mitte Februar auch Esche, Pappel, Weide und Ulme in einen neuen Zyklus. Zwischen Mitte März und Anfang Mai ist der Pollenflug am stärksten.

Was: Aufgrund der wachsenden Menge an Pollen und weil es in dieser Zeit schon wärmer und trockener wird, kann der Körper ordentlich zu kämpfen haben.

Erste Hilfe: Bei mittelschweren Symptomen sollte man bereits zu Antihistaminika greifen, um den Körper bestmöglich zu entlasten. Nasensprays und Augentropfen sollten sich immer in der Handtasche befinden. Außerdem sollte man nachts die Fenster geschlossen halten, damit sich die Pollen nicht in den Innenräumen verteilen. Raumreiniger können helfen, die Luft zu klären.

Birke, Buche, Eiche und Gräser

Wann: Der Höhepunkt der Allergiesaison beginnt etwa Anfang April, wenn Birke, Buche und Eiche blühen und ihre Pollen verteilen. Von Mitte April bis Mitte Mai müssen sich Allergiker:innen warm anziehen, da die Pollen hier am stärksten fliegen. Auch Gräser erwachen in dieser Zeit zu neuem Leben, ihre Blühperiode dauert allerdings bis in den späten Sommer hinein.

Was: Die geballte Ladung an Pollen kann zu schweren Reizungen und gesundheitlichen Problemen führen. Insbesondere Augen und Schleimhäute können ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Viele sonnige Abschnitte und vereinzelte heiße Tage kurbeln zwar die Vitamin-D-Produktion an, der Körper muss sich aber erst wieder an die UV-Belastung gewöhnen, sie belastet ihn zu dieser Zeit zusätzlich.

Erste Hilfe: Weil der Pollenflug jetzt auch schwere Folgen haben kann, sollten Allergiker:innen regelmäßig Antihistaminika einnehmen, um vorzubeugen und sich ausreichend zu schützen. Ein Besuch beim Arzt kann klären, ob auch kortisonhaltige Präparate helfen können und inwiefern eine Hyposensibilisierung Sinn ergibt. Zudem sollte man stets Notfallmedikamente dabei haben, falls der Körper der Belastung nicht mehr standhält und in einen Schockzustand verfällt. Um sich von Pollen zu befreien, wird tägliches Duschen und häufiges Wäsche waschen empfohlen. Auch kulinarisch kann man nachhelfen: Da bestimmte Lebensmittel mit einem hohen Histamingehalt wie Tomaten, reifer Käse oder Fleisch zusätzliche Beschwerden auslösen können, sollten sie vorübergehend gemieden werden. Einige Obst- und Gemüsesorten können zudem Kreuzallergien auslösen, insbesondere Apfel, Karotte und Erdbeeren sollte man bis zum Sommer ganz aus seinem Ernährungsplan streichen.

Natürliche Hausmittel

Wer nicht auf starke Medikamente zurückgreifen möchte, die auf Dauer die Organe schädigen können, kann versuchen, sich mit Hausmitteln über Wasser zu halten.

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Dampfbäder beispielsweise können schnelle Linderung versprechen, da sie die Schleimhäute befeuchten und beruhigen. Wirkstoffe wie Kamille können zusätzlich dafür sorgen, dass Entzündungen gelindert werden und die Schwellungen zurückgehen. Um die Nase zu befreien und Halsschmerzen vorzubeugen, können zudem Spülungen mit Salzwasser angewandt werden. Durch die Flüssigkeit werden Pollen ausgespült, Salz wirkt zudem beruhigend und abschwellend. Falls Hautirritationen und Juckreiz als Folge von Allergien auftreten, sorgen kalte Kompressen auf Basis von Schwarztee oder Kamille für eine Verbesserung der Symptome.

Hier mehr Infos zu Hausmitteln bei Pollenallergie erhalten.

Carolin Chytrek
Autor
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