Hausmittel Topfenwickel: Deshalb wirkt Topfen entzündungshemmend
Egal ob Sonnenbrand oder Halsschmerzen: Das altbekannte Hausmittel, der Topfenwickel, verschafft rasche Linderung. Doch was macht das Milchprodukt derart entzündungshemmend? Wir haben uns auf die Suche begeben und verraten, für welche Krankheitssymptome der Topfen zum Einsatz kommen kann.
Die Wirkungsweise des Topfen
Topfen kommt nicht nur in der Küche zum Einsatz, sondern ist auch fixer Bestandteil des einer soliden Hausmittel-Apotheke. Denn das Milchprodukt wirkt äußerst entzündungshemmend auf den menschlichen Körper. Kommt es mit der Haut in Kontakt, leitet es einen Milchsäureprozess ein. Diese chemische Reaktion zieht Entzündungsstoffe, die im Körper vorhanden sind, regelrecht an. Während dem Topfenwickel sammeln sich diese schädlichen Stoffen in der saueren Substanz und werden durch sie aus dem Organismus ausgeleitet. Weiters regt der Topfen die Durchblutung an und spendet die in ihm enthaltene Feuchtigkeit der Haut. Deshalb trocknet der Topfen rasch aus. Er ist maximal hautverträglich und kann bei verschiendensten Entzündungen zum Einsatz kommen. Der Topfen wirkt sich zudem abschwellend und schmerzlindernd aus. Den Topfen fingerdick auf die Hautstellen oder Gelenke auftragen und eine dünne Bandage oder ein Leinentuch zur Fixierung verwenden. Das Tuch fängt zudem überflüssige Feuchtigkeit auf.
Anwendung eines kalten Topfenwickels
Fieber, Kopfschmerzen , akute Entzündung, Schwellung, Tennisarm, oberflächliche Venenentzündung, Krampfadern, Sonnenbrand und Insektenstiche können laut österreichischer Ärztekammer damit behandelt werden. Hinzu kommen lästige Symptome und Beschwerden der Haut wie Juckreiz, Ekzeme und Akne. Die kühlende Wirkung erweist sich als extrem wohltuend während der Anwendung und hält längere Zeit an. Die anwendende Person darf vor der Anwendung keine kalten Füße oder sonstige Kälteanzeichen wie frösteln empfinden. Wenn der Topfen körperwarm ist oder eingetrocknet, so kann der Topfenwickel abgenommen werden.
Anwendung eines warmen Topfenwickels
Hat man es mit Erkältungssymptomen wie Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Bronchitis zu tun. So ist ein warmer Topfenwickel besser geeignet. Ebenso sind chronische Gelenksentzündungen mit der warmen Variante zu behandeln. Warm bedeutet körperwarm. Es sollte sich jedenfalls für die anwendende Person angenehm anfühlen. Der warme Wickel kann länger auf der Haut verbleiben, als der kalte Topfenwickel. Er soll mindestens 40 Minuten auf der Haut verbleiben, aber kann auch mehrere Stunden dauern.
Magertopfen oder vollfett?
Der Magertopfen ist praktischer in der Anwendung, weil er eine festere Konsistenz besitzt. Weiters nässt die magere Variante des Topfen auch weniger. Wichtig ist, dass der Topfen keine Zusatzstoffe wie Zucker oder Bindemittel enthält, denn diese Beigaben können die Haut reizen. Bei Gesichtsmasken ist die fette Variante empfehlenswerter, da es reichhaltiger auf die zarte Gesichtshaut wirkt.