Fynn Kliemann
© Tincon/Gregor Fischer
4 Quadratmeter: Fynn Kliemann eröffnet kleinste Ferienwohnung Deutschlands
Zwei Jahre hat der Influencer an dem mit Hühnerstall, Dusche, Doppelbett, Kaffeeküche, Tisch, Kühlschrank und der weltweit kleinsten Toilette ausgestatteten Mini-Domizil getüftelt.
von Alexander Schöpf
21. Dezember 2023
Inmitten des charmanten Schnoorviertels in Bremen hat Fynn Kliemann, nach fast zwei Jahren Umbau, das kleinste Haus Deutschlands als eine der außergewöhnlichsten, in jedem Fall kleinsten Ferienwohnungen des Landes eröffnet. Gerade einmal vier Quadratmeter – plus Mini-Dachterrasse – »groß« ist das Objekt.
Schlafen wie unter freiem Himmel
Um hier alles unterzubringen, was eine Ferienwohnung so braucht, musste sich das Team um den Influencer von seiner kreativsten Seite zeigen: Die Edelstahltreppe, die durch die Dachluke auf die Dachterrasse führt, ist von einer Klappleiter der Feuerwehr abgeschaut um möglichst wenig Platz einzunehmen und neben der Kaffeeküche befindet sich das laut seinem italienischen Hersteller kleinste Klo der Welt. Die Heizung ist in den Wänden hinter Lehmputz versteckt und unter dem Dachfenster schläft man wie unter freiem Himmel. Aus dem Klappbett, das »Vartan Rocks« eigens für Kliemanns Projekt entwickelt hat, schaut man nämlich direkt durch die Dachluke in die Sterne.
Der Schnoor – in dessen Herzen das kleinste Haus Deutschlands steht – gehört zu den schönsten Vierteln in Bremen. Die »New York Post« zählt die kleinen Straßen dort zu den »coolsten Straßen der Welt«. Buchungen für die Ferienwohnung werden bereits entgegengenommen. Einblick in das kleinste Haus Deutschlands gibt es hier:
Zurück ins Rampenlicht
Mit diesem Projekt kehrt Fynn Kliemann nach längerer Zeit wieder zurück in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Influencer kam im Frühjahr 2022 ins Kreuzfeuer der Kritik, nachdem Satiriker und TV-Moderator Jan Böhmermann ihm im Rahmen seiner Sendung »ZDF Magazin Royale« unter anderem vorgeworfen hatte, er habe 2020 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Tom Illbruck in Asien Coronamasken unter fragwürdigen Bedingungen produzieren lassen und diese Masken dann als in Europa hergestellt deklariert zu haben.
In der Folge begann sogar die Staatsanwaltschaft Stade (Niedersachsen) wegen Betrugs gegen Kliemann und Illbruck zu ermitteln. Das Ermittlungsverfahren gegen Fynn Kliemann wurde im März 2023 nach Zahlung von 20.000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck eingestellt. Jenes gegen Tom Illbruck wurde hingegen ohne Auflage eingestellt, wie das »Redaktionsnetzwerk Deutschland« berichtet.
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