Es wird langsam wieder Zeit für die Martinigans.
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Ganslzeit soll Kassen der Wiener Gastronomen klingeln lassen
Die Buchungslage ist gut und auch eine aktuelle Umfragen unter den Wienern stimmt Restaurant- und Wirtshausbesitzer zuversichtlich.
von Alexander Schöpf
23. Oktober 2023
Ganslzeit ist traditionellerweise Gastwirt-Zeit. Das scheint auch diese Jahr nicht anders zu sein. »Die Buchungslage ist derzeit vielversprechend, auch heuer folgen die Wiener der Tradition«, freut sich Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien (WKW).
Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 1.300 Wiener:innen unterstreicht die Zuversicht der Wirte: Für 85 Prozent der Befragten ist das Gansl-Essen ein gesellschaftliches Highlight, für zwei Drittel (66 Prozent) ist der jährliche Martinigans-Genuss gar unverzichtbar. Für knapp 75 Prozent geht das Martinigansl einher mit einem Gastronomie-Besuch, nur ein Viertel der Wiener:innen genießt die Gans lieber in den eigenen vier Wänden. »Das ist komplett konträr zu vielen anderen Anlässen – etwa dem Weihnachtsessen – die primär daheim begangen werden«, weiß Dobcak. »Das Martinigansl ist eine gelebte und geliebte Tradition, die man im Freundes- und Familienkreis begeht. Aber nicht zuhause, sondern bei den Profis, die die Gans und die Beilagen perfekt auf den Tisch bringen.«
Wie sehr sich die Wiener:innen auf die Gansl-Saison freuen, zeigt aber nicht nur die Umfrage, sondern auch der Buchungsstand bei den Wiener Gastronomen. Dobcak: »Auch wenn die ersten Gänse erst kommende Woche in den Ofen kommen, die Reservierungen für die Gansl-Saison laufen bereits auf Hochtouren. Und derzeit sieht es nach einer guten Saison aus.« Das sei, so Dobcak, auch aufgrund der Rahmenbedingungen in diesem Jahr besonders wichtig für die gebeutelte Gastronomie: »Rohstoffe und Energie haben sich extrem verteuert, die Mitarbeitergehälter sind gestiegen. Da ist eine gute Herbstsaison für die Betriebe heuer besonders wichtig.«
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