Alleine essen zu gehen wird immer beliebter. © Pexels
Solo-Dining: Ein Genuss für Einzelgäste in der globalen Kulturkulinarik
»Table for one« oder »Dinner for one«? Solo-Dining wird weltweit zum kulinarischen Trend, der nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen widerspiegelt. PROFI verrät, warum immer mehr Menschen alleine essen gehen und wie die Gastronomie darauf reagiert.
von Alexandra Gorsche
24. Januar 2024
Das Solo-Dining-Phänomen breitet sich weltweit aus, und immer mehr Menschen wählen die Freiheit, alleine in Restaurants zu essen. Aber ist dies nur eine Modeerscheinung oder ein Ausdruck des Zeitgeistes? In Südkorea und Japan, wo gemeinschaftliche Mahlzeiten traditionell stark verankert sind, gewinnt Solo-Dining an Akzeptanz, da sich die Werte in Richtung Unabhängigkeit und Selbstfürsorge verschieben. In diesen Ländern gibt es sogar spezifische Begriffe für diese Art des Essens – »Honbap« in Korea und »Bocchi Seki« in Japan.
Was ist Honbap?
»Honbap« bezeichnet das Essen alleine in Korea. Diese Praxis spiegelt die veränderten gesellschaftlichen Dynamiken wider, darunter Urbanisierung, hektische Zeitpläne und die Zunahme von Einpersonenhaushalten. Trotz sozialer Stigmatisierung, besonders unter älteren Generationen, die traditionelle Essgewohnheiten schätzen, nehmen junge Menschen das Solo-Dining als Möglichkeit zur Selbstfürsorge und persönlichen Auszeit an.
Eine Studie des »Korea Health Promotion Institute« zeigt, dass die Gründe für das Essen alleine altersabhängig variieren. Während Menschen in ihren Zwanzigern die Bequemlichkeit schätzen, ihr eigenes Essen und die Essenszeit wählen zu können, essen Menschen in ihren Dreißigern oft alleine, weil ihnen eine Essbegleitung fehlt.
Was ist Bocchi Seki?
In Japan bezeichnet »Bocchi Seki« einen einzelnen Platz in Restaurants oder Cafés. Diese Solo-Sitzplätze bieten Menschen, die alleine essen möchten, einen bequemen und unauffälligen Raum. In der japanischen Kultur spiegelt »Bocchi Seki« die Akzeptanz von Solo-Aktivitäten und die Rücksicht auf diejenigen wider, die ihre eigene Gesellschaft genießen möchten.
Veränderungen in der Restaurantbranche
Mit dem wachsenden Trend des Solo-Dining passen sich auch die Restaurants an. In Südkorea und Japan bieten einige Restaurants sogar spezielle Menüs für Einzelpersonen an, von kleineren Portionen bis zu festen Menüoptionen. Dieser Trend hat auch die Vereinigten Arabischen Emirate erreicht, wo Restaurants gezielt Erlebnisse für allein essende Gäste anbieten.
Me-Time im Fokus
Einige Einzeldiner schätzen die Möglichkeit, ihre Mahlzeit ohne Ablenkungen zu genießen. Ob es nun die Japanerin Mayuko ist, die sich in Dubai an Bocchi Seki erfreut, oder der Pakistaner Atif Abdul Ahmed, der die Ruhe in einem solo-freundlichen Restaurant schätzt – die Einzeldiner schaffen Raum für persönliche Zeit und Reflexion. Die kulinarische Industrie reagiert auf die steigende Anzahl von Solo-Dinern, indem sie ihre Angebote an deren Bedürfnisse anpasst. Die Porzellanmarke »Schönwald« hat verschiedene Typen von Solo-Dinern identifiziert und bietet entsprechende Tischkonzepte, um Einzelgästen ein angenehmes Erlebnis zu bieten:
Das perfekte Solo-Dining: Porzellankunst für jeden Einzelgast und seine Bedürfnisse
»Schönwald« hat unter den Solo-Dinern verschiedene Typen identifiziert, die teils diametral unterschiedliche Bedürfnisse haben. Sich diese bewusst zu machen und gedeckte Tische entsprechend zu gestalten, ebnet Einzelgästen den Schritt über die Schwelle. Dabei bringt ein Einzelgast nicht zwangsläufig drei leere Plätze:
- Die Gesprächssuchenden:
Verbinden Essen mit Geselligkeit.
Fühlen sich an Theken und langen Tischen wohl.
Die Porzellankollektion Event unterstützt die Bildung von Gruppen.
- Die Selbstverwöhner:
Bestellen nach eigenem Geschmack ohne Diskussionen.
Genießen ‚Me-Time‘ mit intensiven Sinneseindrücken.
Porzellankollektion Vibes mit Stäbchenrelief für visuelle und fühlbare Komponenten.
- Die Neugierigen:
Genießen allein offen, selbstbewusst und mit Neugierde.
Fokussieren sich auf kulinarische Darbietungen.
Porzellankollektion Allure unterstützt zelebrierte Momente mit Extravaganz.
- Die Alleinlebenden:
Leben allein aus Bequemlichkeit oder zur Beschäftigung.
Schätzen Beobachtungsmöglichkeiten und eindeutige Unterscheidung des Tablesettings.
Porzellankollektion Shabby Chic für flexible Zusammenstellungen.
- Die Weiterarbeiter:
Kommen mit Handy und Laptop.
Möchten effizient bedient werden und die Off-Zeiten füllen.
Kleinere Teller aus der Porzellankollektion Delight bieten Raum für Essen und Arbeiten.
- Die Sichverwöhnenlasser:
Schätzen Auszeit mit Verwöhnmoment.
Bevorzugen umsorgt zu werden, cremefarbene Porzellankollektion Wellcome signalisiert Gastfreundschaft.
Nachhaltiges Porzellan Made in Germany von Schönwald.
- Die unfreiwilligen Solo-Diner:
Möchten Aufmerksamkeit vom Personal.
Genießen aufwändiges Setting und verschiedene Materialien.
Das Motivdekor Trust lenkt Gedanken in Richtung Natur, Holztablett von Playground fügt Gemütlichkeit hinzu.
Hier geht’s zu den Tipps für Gastronomen, um sich aufs Solo-Dining einzustellen.
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