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Symbolbild.  © Shutterstock

Burgenländischer Schokoladenhersteller »Hauswirth« ist insolvent

Insolvenz
Schokolade
Burgenland

Das Süßwaren-Unternehmen Hauswirth in Kittsee ist insolvent. Es gibt aber noch Hoffnung.

Der traditionsreiche Schokoladenhersteller Franz Hauswirth GmbH mit Sitz in Kittsee hat Insolvenz angemeldet. Das Konkursverfahren wurde am 19. November am Landesgericht Eisenstadt eröffnet. Die Passiva des Unternehmens belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro. Betroffen sind 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun einer ungewissen Zukunft gegenüber stehen.

Ein Unternehmen mit Geschichte

Seit 1949 ist der Name »Hauswirth« bekannt für hochwertige Schokoladenspezialitäten. Gegründet als Konditorei in Wien, verlagerte das Unternehmen seinen Fokus bald auf süße Hohlfiguren für Weihnachten und Ostern. Neben Osterhasen und Nikoläusen bereicherte »Hauswirth« sein Sortiment mit Rumpflaumen, Dragees und Schokobananen. Seit den 1960er-Jahren verarbeitet das Unternehmen in Kittsee bis zu 4.000 Tonnen Schokolade pro Jahr und exportiert etwa 60 % seiner Produkte in mehr als 30 Länder.

Doch die steigenden Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie brachten das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage. Besonders die Preisexplosion bei Kakao, ausgelöst durch schlechte Ernten in Westafrika, setzte »Hauswirth« schwer zu.

Hoffnung auf Rettung

Das Unternehmen strebt allerdings eine Fortführung an und setzt auf einen Sanierungsplan. Eine Investition in Höhe von 20 Millionen Euro durch einen potenziellen Partner ist im Gespräch. Geschäftsführer Roman Hauswirth zeigte sich optimistisch, dass der Betrieb gerettet werden kann. Die Voraussetzungen: gut gefüllte Auftragsbücher, ein vorhandenes Bankguthaben und das Eintreiben offener Forderungen.

Am heutigen Mittwoch wird eine Betriebsversammlung stattfinden, bei der die Mitarbeiter über die nächsten Schritte informiert werden. Die Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 3. Februar 2025 anmelden, während der Insolvenzverwalter die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens prüft.

Ein herausfordernder Markt

»Hauswirth« hat sich in der Vergangenheit als David gegen Goliath behauptet. Ein achtjähriger Rechtsstreit mit dem Schweizer Konkurrenten »Lindt & Sprüngli« über den ikonischen Schokohasen in Goldfolie endete 2012 mit einem Verbot für »Hauswirth«, diesen weiter zu produzieren. Solche Konflikte, gepaart mit dem zunehmend harten Wettbewerb in der Süßwarenindustrie, machten es schwer, die Marktanteile zu sichern.

Trotzdem konnte »Hauswirth« bis zuletzt auf Saisonprodukte wie Osterhasen und Nikoläuse setzen, die vor allem auf dem österreichischen Markt erfolgreich waren. Doch die Konzentration des Einzelhandels und die Vorherrschaft großer Konzerne erschweren es kleineren Unternehmen zunehmend, ihre Produkte zu platzieren.


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Redaktion
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