Die Skihütte »Minimal:isst«: Entschleunigung am Berg
Die Skihütte in Werfenweng bietet mit reduzierter Speisekarte, selbstgemachten Gerichten und entspannter Atmosphäre eine Alternative zum Trubel klassischer Skihütten.
Im Salzburger Skigebiet Werfenweng bietet die Berghütte »Minimal:isst« eine Alternative zu den oft hektischen und lauten Skihütten. Jakob Herrmann, ehemaliger Profi-Skibergsteiger, hat mit seinem reduzierten Konzept einen Rückzugsort geschaffen, der sich durch seine Einfachheit auszeichnet.
Die kleine Hütte, die früher als »Würstelhütte« des Anton-Proksch-Hauses bekannt war, liegt auf 1585 Metern Höhe am Ladenberg. Platz gibt es drinnen für rund ein Dutzend Gäste, auf der Sonnenterrasse finden etwa 40 Personen Ruhe und eine herrliche Aussicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Skihütten setzt Herrmann auf eine minimalistische Speisekarte: zwei täglich wechselnde Hauptgerichte – stets frisch gekocht und eines davon vegan – und hausgemachte Kuchen. Auf der Karte stehen unter anderem Kaiserschmarrn, Karotten-Ingwer-Suppe, Rindsgulasch oder Lasagne. »Die Auswahl ist klein, aber ich will für jede/n etwas dabei haben!«, schreibt der ehemalige Sportler auf Instagram. Dauerbeschallung durch Musik gibt es nicht – stattdessen prägt das Gespräch der Gäste die Atmosphäre.
Jakob Herrmann selbst bringt nicht nur seine Erfahrung aus dem Spitzensport mit, sondern auch eine Ausbildung in der Gastronomie. Seine Gelassenheit im Umgang mit Bestellungen und die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, tragen zur entspannten Stimmung bei. Der 37-Jährige hat erst kürzlich den Wettkampfsport hinter sich gelassen, nach einer eindrucksvollen Karriere, die unter anderem einen Weltrekord im Skibergsteigen umfasst: 24.242 Höhenmeter in 24 Stunden.
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