Diese Städte sind Geheimtipps für Foodies – kulinarische Highlights abseits des Mainstreams
Lust auf traditionelle Gerichte, authentische Küche und unerwartete kulinarische Erlebnisse? Falstaff kennt die Städte, in denen Reisende momentan gut essen können.
Manche Städte werden besucht, weil sie eine große Auswahl an Nachtgastronomie bieten, andere aufgrund ihres historischen Hintergrunds und dann gibt es wieder jene Destinationen, die aufgrund ihrer Landesküche das beliebteste Reiseziel sind. Städte in Italien, Spanien und auch Frankreich sind unter anderem aus diesem Grund bei vielen von uns auf Liste der Reiseziele vertreten. Falstaff hat sich umgesehen und bei genauerer Betrachtung Foodie-Städte ausfindig gemacht, die auf den ersten Blick vielleicht nicht danach aussehen, aber im Kommen sind.
Arequipa, Peru
Auch wenn Lima oft im peruanischen Rampenlicht steht, kann Arequipa sowohl aus kultureller als auch kulinarischer Sicht eindeutig mithalten. Das historische Stadtzentrum wurde nicht umsonst zum UNSESCO-Weltkulturerbe erklärt. Neben geschichtlichen und kulturellen Highlights könnte außerdem auch die Kulinarik überzeugen – neben modernen Restaurants, finden sich in der Stadt immer noch rustikale Tavernen und authentische Picanterías, die authentische Küche und traditionelle Aromen anbieten.
Gaziantep, Türkei
Vielleicht ähnlich oft von Reisenden übersehen, aber trotzdem einen Besuch wert, ist die türkische Stadt Gaziantep. Sie liegt in der südöstlichen anatolischen Region und bietet eine kulinarische Geschichte die – so munkelt man – bis in die Zeit der Seidenstraße zurückreicht.
Im Jahr 2015 wurde Gaziantep von der UNESCO als eine der »Creative Cities of Gastronomy« ausgezeichnet, aufgrund ihres Engagements für kulinarische Exzellenz. Die Stadt ist auch bekannt als die Baklava-Hauptstadt der Türkei und produziert etwa 95 Prozent des nationalen Angebots. Gazianteps Esskultur wird auch durch die syrischen Flüchtlinge, die dort leben, stark beeinflusst und weiterentwickelt.
Glasgow, Schottland
Glasgow galt lange als kulinarisches Niemandsland, hat sich aber zu einer der spannendsten Gastronomiestädte Großbritanniens entwickelt. Trotz ihrer Größe bietet die Stadt eine beeindruckende Vielfalt – von indischer bis vietnamesischer Küche. Manche Gastronom:innen wagen sich sogar an den Versuch heran mediterrane Einflüsse in traditionelle Gerichte wie Haggis zu bringen und mit regionalen Meeresfrüchten neu zu interpretieren.
Mérida, Mexico
Mexiko-Stadt ist bereits bekannt für gutes Essen, so auch Mérida im Bundesstaat Yucatán. Die oft übersehene Stadt lockt mit regionaler Küche und kulturellem Tiefgang. Im Museo de la Gastronomía Yucateca lernt man traditionelle Rezepte kennen – inklusive traditionellem Cochinita Pibil im Innenhof. In ganz Mexico findet man neben rustikalen Taquerías auch das eine oder andere Fine Dining-Restaurant, das traditionelle, antike Küche neu interpretiert.
Penang, Malaysien
Wer bei Penang nur an Panang-Curry denkt – das übrigens aus Thailand stammt – wird überrascht sein: Die Insel blickt auf eine lange multikulturelle Geschichte zurück. Als ehemalige britische Kolonie wurde sie zum Schmelztiegel verschiedener asiatischer Einflüsse, aus denen die peranakanische Küche hervorging. In der Inselhauptstadt findet man heute alles – von Streetfood wie Laksa und Currynudeln bis hin zur feinen Küche auf Spitzenniveau.