Ab Aschermittwoch beginnt erneut die Fastenzeit – und damit rückt auch das Thema Gesundheit wieder stärker in den Vordergrund. Dass bewusste Ernährung und Longevity zunehmend an Bedeutung gewinnen, zeigen nicht nur allgemeine Ernährungs-, sondern auch Fastenumfragen. Welche Rolle die Fastenzeit spielt und aus welchen Gründen gefastet wird, zeigt die neueste Studie samt Umfrageergebnissen des burgenländischen Retreat and Healthresorts »Marienkron«.
Wohlfbefinden, Reinigung und Gewichtsabnahme
Obwohl in Österreich jedes Jahr gefastet wird und viele Bereitschaft dazu zeigen die Umfrageergebnisse, dass rund zwei Drittel der Befragten 2025 nicht gefastet haben. Die Gründe dafür sind vielseitig: 38 Prozent hatten einfach kein Interesse, 24 Prozent hielten Fasten für sich selbst nicht sinnvoll und 18 Prozent fühlten sich nicht motiviert. Außerdem wollten 17 Prozent nicht auf Genuss verzichten, und 16,5 Prozent hatten sich bisher einfach noch zu wenig damit beschäftigt. Trotzdem zeigen die Umfrageergebnisse, dass Fasten nach wie vor beliebt ist: Rund ein Drittel der Österreicher:innen hat 2025 bereits gefastet, fast die Hälfte plant es auch für 2026. Hauptmotiv ist die Gewichtsabnahme, daneben spielen das eigene Wohlbefinden, mehr Zeit in der Natur und der Wunsch nach weniger Stress eine wichtige Rolle.
»Positive Fastenerfahrungen wirken nachhaltig. Wer einmal erlebt hat, wie rasch sich Wohlbefinden, Energie und Klarheit einstellen, integriert Fasten oft langfristig in den Lebensstil«, so Ulrike Göschl, Ärztliche Leiterin im Retreat & Health Resort Marienkron.
Intervallfasten und verkleinerte Portionen
Und wie wird in Österreich gefastet? Am liebsten auf eine Weise, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Intervallfasten nach der 16:8-Methode ist mit 62,2 Prozent weiterhin die bekannteste Fastenart, gefolgt vom Suppenfasten mit 35,8 Prozent und Saftfasten mit 31,9 Prozent. Unter denjenigen, die mindestens eine Fastenform kennen, haben bereits 34,1 Prozent Intervallfasten ausprobiert. Bei Diäten setzen die meisten Befragten auf die »Iss-die-Hälfte«-Methode zur Gewichtsabnahme. »Intervallfasten lässt sich gut in den Alltag integrieren und erfordert keinen vollständigen Verzicht. Das macht diese Form besonders attraktiv«, erläutert Göschl.
Mischkost und bewusster Genuss
Wie aus den Umfrageergebnissen auch hervorgeht, ernährt sich die überwiegende Mehrheit der Österreicher:innen weiterhin überwiegend mit Mischkost, wobei 54,4 Prozent angeben, eher wenig Fleisch zu essen und 39,1 Prozent viel Fleisch zu konsumieren. Während rund 5 Prozent vollständig auf Fleisch verzichten und vegetarisch oder vegan leben. Wichtig für die persönliche Ernährung sind vor allem selbst gekochte Mahlzeiten (48,2 Prozent), ausreichende Flüssigkeitszufuhr (47,5 Prozent), ein geringer oder kein Alkoholkonsum (30,5 Prozent), eine zuckerreduzierte Ernährung sowie der Fokus auf regionale Produkte (jeweils 30,4 Prozent).
Besonders spannend? Aus der Umfrage geht ebenfalls hervor, dass die anhaltende Teuerung sich auf die Ernährungsentscheidungen und in Folge auch auf das Fasten-Verhalten auswirkt. In den meisten Fällen wird bei gesunden Lebensmitteln und auch bei Bio-Produkten gespart. In diesem Ergebnis wird deutlich erkennbar, dass auch wenn die Motivation zu Fasten und auch die Ernährungsgewohnheiten umzustellen vorhanden sind, werden diese zunehmend von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst.
*Die Fastenumfrage wurde vom 25. November bis 4. Dezember 2025 mit 1.028 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung, durchgeführt. Die Online-Befragung im Auftrag des Kurhauses/Retreat & Health Resort Marienkron durch Marketagent beleuchtete Einstellungen und Erfahrungen zu Fasten, Diäten, Nahrungsergänzungsmitteln sowie Vorsätze zu Gesundheit und Ernährung.