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© Roland Graf

»Klein, aber fein«: Oberösterreichs Wein-Preis mit Hattrick für Schiefermair

Oberösterreich
Weingut
Auszeichnung

Zum zweiten Mal feierte »Best of OÖ« die Weine der rund 100 Hektar bzw. 23 Betriebe des Tourismuslandes. Die Bandbreite von Frizzante bis »low intervention« wurde von einem Dreifach-Sieger aus Kematen/Krems gekrönt.

Der Veranstaltungsort – das Linzer »Power Center« Energie AG – war von Weinbaupräsident Leo Gmeiner bestens gewählt: Wie viel Energie die 2008 mit klarem rechtlichen Rahmen gestartete Winzerszene ober der Enns besitzt, zeigte die Gala des oberösterreichischen Weins. Mit 70 Rebsorten verfügen die Weinbauern über weit mehr Vielfalt, als sie der Rebsorten-Kataster festschreibt. Zwei Preise für PIWI-Sorten bei insgesamt 13 Auszeichnungskategorien unterstreichen diese Vielfalt, die nicht nur Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger hervorhob: »Das Weinbauland OÖ ist klein, aber fein«.

Dass man mit den rund 100 Hektar Weingarten zu rechnen hat, unterstrich die Anwesenheit von ÖWM-Geschäftsführer Chris Yorke und Weinbau-Präsident Johannes Schmuckenschlager.

Vom reschen Veltliner bis zu Solaris

Die zum zweiten Mal durchgeführte Gala präsentierte die Ergebnisse der Jury-Verkostung, die unter 158 eingereichten Weinen jeweils Dreier-Vorschläge der Besten in den Einzelkategorien definierte. Sommeliers wie Reinhold Baumschlager (»Landhotel Forsthof«), Katharina Gnigler (»Das Traunsee«) oder Simone Göttfried (»Göttfried«) widmeten sich unter Leitung von Klaus Stumvoll den Kreszenzen der 23 Winzer.

Besonders oft richtete sich der Scheinwerfer dabei auf Lukas Schiefermair aus Kematen. Neben dem sortentypischen Grünen Veltliner (inkl. leichtem »Pfefferl«) sowie seinem Rosé mit fruchtiger Blauem Wildbacher-Aromatik holte auch der Solaris aus dem Viertel Süßwein-Gold. Als weitere Weinbaugemeinde zeigte Leonding auf: Mit dem »Gaumenbergergut« und dem »Nußböckgut« kamen zwei Sieger der OÖ-Weingala aus dieser Stadt. Und auch die Kategoriesieger bei Sekt und »Natural Wine« zeigten die Bandbreite des weiß-roten Weinbaus: »Beim Untouched 2021 würde ich fast von einem No Intervention-Wein sprechen«, erläuterte Sommelier-Liebling Armin Kienesberger seine Liebe zu »Weinen außer der Spur«.

Alle Siegerweine bei »Best of OÖ« 2025

  • ALTERNATIVE WEINE: Armin Kienesberger, Schlüßlberg mit »Untouched« 2021
  • BURGUNDERSORTEN WEISS: Nußböckgut (Fam. Velechovsky), Leonding mit Chardonnay Klassik 2024
  • FRIZZANTE: Kronbergerhof (Fam. Roithmeier), Scharten mit Rosé Frizzante vom Muscat Bleu 2024
  • GEMISCHTER SATZ/WEISSWEIN-CUVÈES: Der Manfred & die Seinen (Manfred Maureder), Kirchschlag mit Gemischtem Satz «Granit-Terrassen« 2024
  • PIWI DONAURIESLING & DONAUVELTLINER: Fruchtveredlung Geschwister Wurm, St. Florian mit Donauriesling 2023
  • PIWI SORTENVIELFALT: Stephan & Andrea Greindl, Naarn mit »Hibernicus« 2023
  • ROSÉ: Schiefermair Wein, Kematen/Krems mit »Lucky Rosé« 2024
  • ROTWEINE: Hofweingut Schmuckenschlager, Enns mit Zweigelt 2023
  • SEKT: Weingut Aichinger, Hartkirchen mit Sekt Austria Reserve Extra Brut 2022
  • SORTENVIELFALT WEISS: Innviadla Weinbau (Fam. Költringer), Weilbach mit Muskateller 2024
  • SÜSSWEINE: Schiefermair Wein, Kematen/Krems mit Solaris 2023
  • WEISSWEINE GEREIFT (Jg. 2022 und älter): Gaumenbergergut, Leonding mit Riesling 2022
Muskateller und Gemischter Satz aus OÖ: »Innviadla Weinbau« Költringer und Manfred Maureder (»Der Manfred & die Seinen«).
© Roland Graf
Muskateller und Gemischter Satz aus OÖ: »Innviadla Weinbau« Költringer und Manfred Maureder (»Der Manfred & die Seinen«).

Umrahmt wurden die Siegerweine von Schmankerln aus dem Genussland und Spargelgerichten aus der »Don«-Küche. Und natürlich stand auch eine Weinbar zum Nach-Gustieren parat. »Denn am Ende ist der OÖ Weinbau der Gewinner«, formulierte es der Perger Obmann Leo Gmeiner. Überzeugen kann man sich von den Wein-Qualitäten auch beim »Tag der Offenen Kellertür« am 14. Juni.


 

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