»Roomers Berlin«: The Duc Ngo eröffnet »Manon Brasserie Nouvelle«
In Charlottenburg serviert The Duc Ngo erstmals französische Klassiker. Die Brasserie im neuen »Roomers Berlin« setzt auf traditionelle Gerichte, unaufgeregtes Design und dezente moderne Einflüsse.
Kaum ein Berliner steht so sehr für kulinarische Vielseitigkeit wie The Duc Ngo. Vom Sushi-Restaurant bis zur panasiatischen Fusion-Küche hat der umtriebige Gastronom der Hauptstadt bereits ein beeindruckendes Portfolio hinterlassen. Nun schlägt er ein neues Kapitel auf – und überrascht mit klassisch-französischer Brasserie-Küche: Im frisch zum »Roomers Berlin« transformierten Hotel am Steinplatz hat das »Manon Brasserie Nouvelle« eröffnet.
Doch wer Ngo kennt, weiß: Ganz ohne eigenen Dreh kommt bei ihm kein Konzept aus. Im »Manon« begegnen sich französische Tradition und kreative Handschrift – Loup de Mer, Kalbsbries oder Croque Monsieur kommen hier nicht nur authentisch, sondern mit feiner Ngo-Note auf den Teller. Inspiriert haben ihn dabei unter anderem Pariser Küchenbesuche und Gerichte von Drei-Sterne-Koch Sven Elverfeld, wie er Tip Berlin verrät. Was dabei herauskommt, ist eine elegant-leichte Interpretation französischer Bistroküche – mit Anspruch, aber ohne Allüren.
Ein Wohnzimmer für den Westen
Mit dem neuen Restaurant erfüllt sich Ngo auch einen persönlichen Wunsch. Direkt gegenüber, im Haus der Akademie der Künste, absolvierte er einst einen Teil seiner Ausbildung. Nun kehrt er mit einem Ort zurück, der nicht nur kulinarisch glänzen will, sondern auch als Treffpunkt für die Stadtgesellschaft gedacht ist – ein »Wohnzimmer Charlottenburgs«, wie er sagt.
Für das Design zeichnet erneut Hyunjung Kim verantwortlich, mit der Ngo seit über 20 Jahren kreative Konzepte entwickelt. Das Interieur spiegelt die imaginäre Figur »Manon« wider, inspiriert von Serge Gainsbourgs gleichnamigem Chanson: feminin, leicht und kunstvoll, mit Edelstahlskulpturen am Eingang, kuratierter Kunst an den Wänden und Tweed auf Bugholzstühlen.
Ein Hof wie in der Provence
Während das Innere rund 50 Gäste fasst, ist der begrünte Innenhof das wahre Zentrum der Brasserie. Unter einer Teilüberdachung finden hier bis zu 80 Personen Platz – Lavendel inklusive. Der Garten soll sich zu einem der charmantesten Sommerplätze der Stadt entwickeln und bleibt durch die Überdachung sogar im Winter bespielbar.
Kulinarisch spannt die Karte einen genussvollen Bogen: von Weinbergschnecken in Kräuterbutter über Lachs mit Beurre blanc bis zur Tarte Tatin. Frühstück mit Austern, Dîner mit Crémant, flambierte Crêpe Suzette am Abend – das »Manon« soll nicht bloß eine weitere Brasserie sein, sondern ein stilvoll inszeniertes Gesamterlebnis. Die Leitung übernimmt Jana Kämpfer, eine Vertraute Ngos aus früheren Projekten – und ein Garant für charmanten, professionellen Service.
Trotz des klassischen Konzepts bleibt Ngo sich treu: Er wolle, so sagt er selbst, keine Bühne für »didaktische Teller« schaffen, sondern einen Ort der Begegnung. Einen, der Kulinarik, Design und Leichtigkeit miteinander verbindet.