Schwierige Zeiten: Drei Lokale in Graz melden Insolvenz
In Graz mehren sich aktuell die Insolvenzen in der Gastronomie. Mehrere Lokale, darunter »Wiki Wiki Poke« und »fridda & maxx«, sind betroffen.
In Graz häufen sich derzeit die Insolvenzmeldungen aus der Gastronomie. Innerhalb weniger Wochen gaben mehrere Lokale finanzielle Schwierigkeiten bekannt. Während die Innenstadt im Dezember eigentlich traditionell gut gefüllt ist, trudeln – fast im Wochentakt – Meldungen über wirtschaftliche Schieflagen ein.
Wiki Wiki Poke
Jüngster Fall ist die PokeFlow GmbH, Betreiberin des Lokals »Wiki Wiki Poke« in Graz und an insgesamt sieben weiteren Standorten in Wien sowie zwei in Berlin. Das Grazer Restaurant, erst seit Mai 2022 vis-à-vis des Kunsthauses angesiedelt, bleibt zwar geöffnet, dennoch musste ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet werden. Laut KSV1870 stehen Passiva von rund 470.000 Euro im Raum; betroffen sind 46 Dienstnehmer bzw. 35 Gläubiger. Die Gründe ähneln inzwischen einem bekannten Muster: extreme Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Mieten und Personal – dazu eine schwankende Kundenfrequenz, die das Konzept trotz Beliebtheit wirtschaftlich ins Wanken brachte. Der Sanierungsplan soll aus dem laufenden Betrieb finanziert werden.
fridda & maxx
Ebenso zeigt sich die Problematik beim Innenstadtlokal »fridda & maxx« am Radetzkyspitz, das im November 2022 eröffnet hat. Obwohl das Restaurant gastronomisch positiv aufgenommen wurde, kam wirtschaftlich das Aus. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde beantragt, das Lokal bleibt jedoch weiterhin in Betrieb. Die Passiva liegen bei rund 524.000 Euro, denen Aktiva von rund 172.200 Euro gegenüberstehen. Zehn Mitarbeiter und 21 Gläubiger sind betroffen. Für die Gläubiger ist ein Sanierungsplan mit einer 20-Prozent-Quote innerhalb von zwei Jahren vorgesehen. Betreiber Markus Schaffer meldete bereits im Oktober mit dem »thomawirt« Insolvenz an.
Swing Kitchen
Auch die Grazer Filiale von »Swing Kitchen« blieb von den finanziellen Schwierigkeiten nicht verschont und musste schließen. Die wirtschaftliche Lage belastet das Franchise-Unternehmen – in dem Lokal wurde der Betrieb allerdings bereits eingestellt, anders als bei den beiden aktuellen Fällen.