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Die sechs WienWein Winzer.

Die sechs WienWein Winzer.
© Elke Mayr

WienWein Winzer fordern neues DAC-System für Wien

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Die Gruppe »WienWein« fordert eine Neuregelung für das DAC-System, das die Vielfalt der typischen Wiener Weine widerspiegelt. Neben dem Wiener Gemischten Satz soll es künftig fünf weitere Rebsorten beinhalten.

Die Winzer der Vereinigung WienWein forderte heute, am 13. Mai, eine Reformierung für das DAC-System. Einerseits um den erreichten Status des Wiener Weinbaus abzusichern, andererseits um diesen auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Hintergund ist die baldige Neuerung des Weingesetzes. Ohne eine Neuregelung dürften beispielsweise berühmte Lagenweine wie »Riesling Ried Preussen« künftig nur mehr als »Riesling aus Wien« vermarktet werden.

Fünf neue DAC-Rebsorten

Aktuell gibt es in Wien nur ein DAC-Reglement (Districtus Austriae Controllatus) für den »Wiener Gemischten Satz«, das seit 2013 Qualität und Herkunft für die Rebsorte garantiert. Um die gesamte Vielfalt der typischen Wiener Weine widerzuspiegeln, fodern die Wiener Winzer nun eine Ausweitung des DAC-Systems, auf fünf weitere Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir.

»Diese Rebsorten haben über Jahrzehnte hinweg in den besten Rieden unseres Weinbaugebietes herausragende Weine hervorgebracht. Sie sind somit besonders geeignet, das Terroir Wiens in seiner ganzen Vielfalt und Ausdruckskraft zu repräsentieren«, so Rainer Christ, Obmann der WienWein Winzer. Die Gruppe fordert daher, dass die fünf Sorten so schnell wie möglich in das DAC-System aufgenommen werden. Ansonsten würden die Weine bald ihre nähere Herkunftsbezeichnung am Etikett verlieren, »was ein enormer Verlust für den Wiener Weinbau wäre«.

Forderung nach schneller Anpassung

Das DAC-System regelt die Herkunftsbezeichnungen und definiert dabei drei Stufen: Gebietsweine (in diesem Fall also Wiener Wein), Ortsweine (etwa Wein aus Grinzing oder Neustift) sowie Riedenweine (Weine, die aus einer bestimmten Riede stammen). Nur Weine mit DAC-Status dürfen zukünftig Orts- und Rieden-Bezeichnungen führen – in Wien wäre das also nur der »Wiener Gemischte Satz«. Das bedeutet, das Spitzenweine Wiens wie beispielsweise »Riesling Ried Preussen«, »Grüner Veltliner Ried Sätzen« oder »Grüner Veltliner Ried Schenkenberg« höchstwahrscheinlich mit der Lese 2026 nur mehr als Gebietsweine vermarktet werden dürfen. Es sei daher wichtig, dass dieser Prozess so schnell wie möglich vorangetrieben wird. »Nur wenn die entsprechenden Rebsorten ins DAC-System aufgenommen werden, können unsere Spitzenweine mit einer klaren Herkunftsbezeichnung vermarktet werden«, so Winzer Michael Edlmoser.

Biologische und nachhaltige Bewirtschaftung als Pflicht

Zusätzlich fordert WienWein, dass alle Weine im künftigen Wiener DAC-System entweder biologisch oder nachhaltig zertifiziert sein sollen. »Nachhaltigkeit ist für uns ein Versprechen – an die kommenden Generationen und an die Stadt, die unseren Wein einzigartig macht«, so Weinmacher Fritz Wieninger. Die biologische und nachhaltige Bewirtschaftung würde nicht nur die Qualität, sondern auch insgesamt die Zukunft des Wiener Weinbaus sichern.

ÖTW Wien wächst

Zwei neue Weingüter bereichern die Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW): Mit Winzerin Julia Kroiss vom Weingut Kroiss in Sievering und Musiker und Quereinsteiger Peter Uhler vom der Weingärtnerei Uhler wird der Kreis der Wiener ÖTW-Mitglieder 2025 erweitert.


 

Rafaela Mörzinger
Redaktions- und Portalmanagerin Falstaff
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