«Bar am Wasser»-Team eröffnet «Sinaloa» im Kreis 5 mit mexican-inspired Küche
Beim zweiten Anlauf hat es geklappt. Dirk Hany und Constantin Schenker von der «Bar am Wasser» übernehmen das ehemalige «Maison Blunt» und eröffnen mit dem «Sinaloa» einen neuen Hotspot mitten in Zürich. Der junge Küchenchef Oliver Oberlin bringt «mexican-inspired» Sharing-Dishes wie Croquetas, Ribeye und Tacos mit hausgemachten Salsas an die Gasometerstrasse. Die Krönung: Cocktails gibt es auch in Karaffen zum Teilen. ¡Salud!
Im «Sinaloa» an der Gasometerstrasse werden Gäste von satten Farben, üppigen Pflanzen und mexikanischen Kunstwerken empfangen. Ansonsten ist das Interieur bewusst schlicht und naturnah gehalten. In der Luft liegt der Duft von Tacos, geschmortem Fleisch und Käse. Am besten kommt man zu zweit oder in einer Gruppe, denn die Gerichte sind zum Teilen gedacht. «Gemeinsam geniessen lautet das Konzept», erklärt Projektleiterin Florence Dietziker im Gespräch mit Falstaff. Zum Start bekommt jeder Tisch statt klassischem Brot Tortilla-Chips Totopos mit Guacamole. Das passe deutlich besser zu einem mexikanischen Restaurant, so Dietziker.
Dietziker und ihr Team – Küchenchef Oliver Oberlin, Chef de Bar Luca Huber (ehemals «Bar am Wasser»), Stellvertrende Restaurantleiterin Sheena Weber wissen genau, wo sie stehen. Statt von Authentizität zu sprechen, bezeichnen sie ihre Handschrift bewusst als «mexican-inspired». Die Gerichte entstehen aus Neugier, Reisen und intensiver Auseinandersetzung mit Produkten und Techniken – nicht aus dem Anspruch, etwas zu kopieren. Dass Details dabei ernst genommen werden, zeigt unter anderem die Zusammenarbeit mit Masamor, die ihre Tortillas nach traditionellem Verfahren herstellen.
Cocktails zum Teilen
Ein Highlight auf der Karte ist der Rib-Eye-Hochrücken, serviert mit Knochenmark und Topinambur. Oder die Croquetas mit Oaxaca-Käse, Jalapeño und Aioli. Alle Salsas sind hausgemacht: Küchenchef Oberlin lässt sie stundenlang kochen, damit sie ihr volles geschmackliches Potenzial entfalten. Zur mexikanischen Küche passen Cocktails – vielleicht sogar besser als Wein. Dennoch gibt es eine kleine Weinkarte «für alle, die sich nach einem Glas Wein sehnen».
An der Bar gibt es Hanys berühmten re-destillierten Habanero Negroni. «Als Hommage an unser Elternhaus», schmunzelt Dietziker. Oder den El Burro de los Muertos, ein Signature-Drink aus Mezcal mit Passionsfrucht und Ginger Beer, ein weiterer Klassiker von Dirk Hany. Weitere Cocktails basieren auf Agavenbrand, darunter der Espresso Martini mit Tequila oder Negroni mit Mezcal, moderne, erfrischende Twists. Der absolute Schlager für Gruppen: Margaritas und Palomas gibt es auch in Karaffen zum Teilen. «Dann kann man sich gegenseitig einschenken, ganz im Sinne eines Sharing Konzepts», sagt Dietziker.
Wo Erinnerungen weiterleben
Dem Team vom «Sinaloa» ist es wichtig, die Geschichte des Orts zu bewahren. Elemente der ehemaligen Werkstatt sind immer noch sichtbar und die Geschichten, die Zürcherinnen und Zürcher im «Maison Blunt» erlebt haben, sind Teil der DNA des Hauses. Gleichzeitig soll das «Sinaloa» eine Reise aus Zürich sein, ohne die Stadt zu verlassen. Ein Abtauchen in eine andere Welt. Und tatsächlich entsteht beim Verlassen des Restaurants das Gefühl, gerade etwas Besonderes erlebt zu haben.