Zum Inhalt springen
Foto beigestellt

Culinary World Cup: Titelverteidiger Schweiz nimmt Kurs auf Luxemburg

Wettbewerb
kochen
Schweiz

Die Testläufe der Schweizer Kochnationalmannschaften haben begonnen. Damit bereiten sich die Teams auf den Culinary World Cup vor, der nächsten Herbst in Luxemburg stattfinden wird. Die Erwartungen sind hoch, denn die Schweizer sind Titelverteidiger!

Der Freitag, 27. Juni, war ein wichtiger Tag für die Mitgliederinnen der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft. Sie trafen sich in der Luzerner «Wärchbrogg» für den ersten Testlauf der Schweizer Junioren-Kochmannschaft. Er ist ein wichtiger Teil der Vorbereitungen für den Culinary World Cup, der im Herbst 2026 in Luxemburg stattfinden wird. Gleich wie beim eigentlichen Wettbewerb waren die Vorgaben für die junge Crew: Es muss alles vor Ort gekocht werden. In 5 Stunden müssen die Gerichte vorbereitet werden, dann werden sie den rund 70 Gästen in drei Gängen serviert – innerhalb von zweieinhalb Stunden.

Die drei komplexen Gänge verbanden verschiedene Komponenten miteinander – in der Vorspeise Zander, Sellerie, Jalapeño und Erbse, im Hauptgang Hirsch, Kartoffel, Rettich und Senf und im Dessert Birne, Schokolade, Bergamotte und Vanille. Dieses harte Training hat sich bei der letzten Ausgabe des Culinary World Cups im Jahr 2022 ausgezahlt. Damals erlangte die Schweiz ein Traumerlebnis, denn vier der sieben Schweizer Teams – neben den Junioren gibt es auch reguläre Mannschaften – räumten Goldmedaillen ab. Damit gewann die Schweiz alle Mannschaftswettbewerbe, zweimal den WM-Titel und hatte das beste Schaustück. Die Erwartungen an die Schweizer Teams sind dementsprechend auch für die nächste Ausführung hoch.

Neues Lineup

Die Mannschaften wurden grösstenteils letztes Jahr neu formiert. Fünf der sieben Mitglieder des regulären Teams sind neu, die Junioren-Mannschaft wurde komplett erneuert. Besonders dabei ist: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte besteht die Junioren Kochnationalmannschaft ausschliesslich aus jungen Frauen. Die acht Mitgliederinnen sind zwischen 17 und 20 Jahre alt, manche befinden sich noch in Ausbildung, andere haben die Kochlehre bereits abgeschlossen. Sie arbeiten bei einer Stiftung für Betagte, im Luxushotel oder im Sternerestaurant, und sie alle haben das strenge Auswahlverfahren durchlaufen, das der Aufnahme in die Mannschaft zu Grunde liegt.

Ursprünglich gab es 46 Bewerbende. Ausgewählt wurden die besten Kandidatinnen. Einige von ihnen haben bereits Wettkampferfahrung, andere nicht, aber das Entscheidende ist, dass sie als Team gut funktionieren. Dass dem so ist, bewiesen sie am 27. Juni, als sie im Rahmen des Testlaufs zum ersten Mal zusammen für Gäste kochen durften. Das Publikum, das aus Freunden, Verwandten, Sponsoren der Kochnationalmannschaften und Journalist:innen bestand, war begeistert. Dass die finale Jury, die aus Profis besteht, etwas weniger wohlwollend sein wird, liegt auf der Hand. Trotzdem darf sich die Schweiz auch nächstes Jahr in Luxemburg gute Chancen ausrechnen. Es wird dieses Jahr noch zwei weitere Testläufe geben, zudem treffen sich die Teams regelmässig, um an den Menüs zu feilen – bis die Perfektion erreicht ist.

Foto beigestellt
Larissa Graf
Larissa Graf
Autorin
Mehr zum Thema
1 / 12