Deutschlands Gastronomie im Rampenlicht: Die Sieger des Restaurantguides 2026
Falstaff stellte am Montagmittag im »KölnSky« erstmals live den neuen Falstaff Restaurant und Gasthausguide Deutschland vor – und verlieh prestigereiche Titel wie Köchin des Jahres, Gastgeber des Jahres oder Gastro-Legende.
Am Montagmittag stellte Falstaff erstmals den Restaurant- & Gasthausguide Deutschland live vor – hoch über den Dächern der Domstadt im »KölnSky«. Guide-Chefredakteur Ingo Swoboda und Projektleiterin Julia Hamester führten durch die Premiere, begrüßten die rund 100 Gäste aus Gastronomie, Hotellerie und Medien und übergaben die wichtigsten Auszeichnungen des Landes – vom Koch des Jahres bis zur Gastro-Legende.
Nach einer kurzen Eröffnungsrede der Moderatoren folgte die Vorstellung des Bewertungsprozesses sowie der digitalen Falstaff App, die den Guide online begleitet. Dann wurde es spannend: Den Auftakt machte die Kategorie Neueröffnung des Jahres. Stellvertretend für Thomas Bühner nahm Küchenchef Timo Fritsche die Auszeichnung für das »La Vie« in Düsseldorf entgegen – ein Restaurant, das Bünhers Vision von produktbezogener Vielfalt und ideenreichen, entspannten Gerichten auf genussvollste Weise verkörpert.
Authentizität als Geheimnis
Es folgte die Auszeichnung für das Team des Jahres, das im »Jante« in Hannover arbeitet. Repräsentiert wurde es von Küchenchef Tony Hohlfeld und Mona Schrader, Gastgeberin & Sommelière, deren Geheimnis allein in der Authentizität liege, wie sie auf der Bühne verraten. Das ist auch im Restaurant spürbar: fachliche Kompetenz, Talent, Gastlichkeit und die sichtbare Freude an dem, was man tut, greifen hier nahtlos ineinander.
Den Preis für Nachhaltigkeit & Innovation ging indes an das »Bio-Hotel 1950«. Simon Tress und Markus Schäffauer zeigen dort, wie nachhaltig, radikal lokal, bewusst und köstlich Haute Cuisine sein kann.
Die Preise für das Gasthaus des Jahres und das Plant-Based-Restaurant des Jahres blieben in einer Stadt: Frankfurt am Main. Im »Bornheimer Ratskeller« wird alles hausgemacht – vom Brot bis zur Wurst – und zeigt, wie moderne Gasthausküche mit Tradition glänzt. Ein paar Meter weiter, setzt Ricky Saward im »Seven Swans«, das gleichzeitig das schmalste Haus Frankfurts ist, ausschließlich auf saisonale und regionale Bioprodukte und Zutaten, die nachweislich im Einklang mit der Natur erzeugt werden. Auch er nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. Genau wie Franziska Dufner, aus dem Restaurant »Sein« aus Karlsruhe. Sie wird für ihren großartigen Service ausgezeichnet, zurecht, wie jeder bestätigen kann, der einmal bei ihr zu Gast war. Dufner selbst wird bald eine kleine Pause einlegen – aber aus einem schönen Grund: Im März erwartet sie ihr erstes Kind.
Von Nord nach Süd
Den Preis für die beste Weinkarte nahm Fritz Keller entgegen. Sein »Schwarzer Adler« in Vogtsburg gilt seit Jahrzehnten als Institution für badisch-französische Küche – und für Weine, die perfekt dazu passen. Keller betont, dass man gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten diesen Genuss bewusst zelebrieren sollte.
Die diesjährige Entdeckung des Jahres findet man im Norden: Das Hamburger »Criss Studio« mit den Küchenchefs Mateusz Adam Żurek und Jahmarley Grant zeigt, wie gut polnische Präzision und jamaikanische Lebensfreude in Deutschland zusammenpassen.
Vom hohen Norden ging es in den Süden: Christoph von Preysing, Thomas Bayer und Simpert Ernst wurden als Gastronomen des Jahres ausgezeichnet. Das Team vom Fischerei-Bistro »Mai Liabba« in Bad Wiessee steht für eine neue Generation von Gastgebern. Einst Lehrlinge der Fischerei, führen sie heute einen der traditionsreichsten Betriebe am Tegernsee – und ein Bistro, das weit über Bayern hinaus strahlt. Keine andere Gastronomie entkorkt mehr Großflaschen Champagner, ihre Partys und ihr Auftritt in den sozialen Medien sind legendär.
Die Königsdisziplinen
Beinahe so legendär wie Walter Stemberg vom »Haus Stemberg«. Er zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Genusskultur. Als leidenschaftlicher Koch, Gastgeber und Autor hat er das Familienhaus im Bergischen Land zu einer Institution gemacht – und eine kulinarische Tradition geschaffen, die bis heute weiterlebt. In Köln nimmt er die Auszeichnung zur Gastro-Legende persönlich entgegen.
Genau wie die letzten Sieger in den Königsdisziplinen: Auch wenn Köchin zu werden, nach dem Abitur zunächst nicht auf der Agenda von Maria Groß stand, wurde sie am Montagmittag zur Falstaff Köchin des Jahres gekürt. Ihr Restaurant, die »Bachstelze« in Erfurt nennt sie Speisewirtschaft, ihr Label heißt Maria Ostzone. Dahinter verbergen sich ihr positives Lebensgefühl, ein gutes Stück Selbstbewusstsein und die heimatliche Verbundenheit.
Ein regelrechtes Heimspiel hatte hingegen der Koch des Jahres: Daniel Gottschlichs Restaurant »Ox & Klee« ist quasi von der Bühne aus zu sehen gewesen. Mit seinen überraschend kreativen, und wie er selbst sagt experimentellen Menüs begeistert er Gourmets aber weit über die Domstadt hinaus.
Nachdem auch die punktbesten Häuser – darunter Größen wie das »Bareiss«, die »Schwarzwaldstube«, das »Lafleur« oder »Esplanade« – der Reihe nach auf die Bühne gebeten wurden, strömten die Gäste zum Flying Lunch von Sönke Höltgen und den dazu passenden Weinen von AlpinaWein, um auf die Auszeichnungen anzustoßen.
Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren der ersten Live-Verleihung des Falstaff Restaurant- & Gasthausguides Deutschland: Hauptsponsor Almdudler, Laurent-Perrier, Quality Lodgings, Metro und AlpinaWein.