Diese Drinks servieren Wiener Barprofis zu Silvester
Das neue Jahr beginnt für Barkeeper nicht um Mitternacht. Es beginnt mit dem ersten Drink, der hinter dem Tresen gemixt wird. Falstaff hat sich mit Barkeeper:innen darüber unterhalten, welche Drinks sie für den Jahreswechsel mixen.
Wenn andere feiern, arbeiten Barkeeper:innen im Akkord. Während sich das Jahr seinem Ende nähert, füllen sich Bars, Hotels und Eventlocations – und hinter den Tresen wird gemixt, geschüttelt und eingeschenkt, was das Zeug hält. Silvester ist für viele in der Branche einer der intensivsten Abende des Jahres.
Falstaff hat sich mit Barkeeper:innen darüber unterhalten, welche Drinks sie an Silvester mixen, was sie selbst am liebsten trinken und wie wichtig die richtige Gesellschaft in dieser Nacht ist. Klarer Drink-Favorit der Wiener Szenegrößen: Der Old Cuban.
Berit Glaser, Bar Miranda, Falstaff Barfrau des Jahres 2025
»Ich bin kein großer Fan des klassischen (Kalender-)Jahresendes. Genau genommen beginnt ja jeden Tag ein neues Jahr, und deshalb finde ich: Erlaubt ist alles, was schmeckt. Persönlich werde ich heuer vielleicht mit einem Vesper starten, eventuell gefolgt von einem Sbagliato Royal – also mit Champagner statt Prosecco, weil, wenn schon Silvester, dann richtig. Später könnte ich auf Mezcal Margaritas umsteigen, denn die passen eigentlich immer.«
In jedem Fall gilt für mich: Trinkt nur mit feinen Menschen. Und wer sich beim Anstoßen nicht in die Augen schaut, bekommt nichts mehr eingeschenkt.
Dominik Oswald, DASHXDROP
Zucker steht für die süßen, Bitters für die traurigen Momente.
Isabella Lombardo, Bar Sbagliata, Falstaff Barfrau des Jahres 2022
»Ich bin ganz klar ein Champagner- und Tequila-Mädchen. Champagner steht für den Glamour, Tequila für den Spaß. Silvester darf prickeln, ein kleines bisschen übertreiben und gern mit einem Augenzwinkern beginnen. Wenn schon Neujahr, dann mit Haltung im Glas und guter Laune im Kopf.
Neben richtig gutem Champagner liebe ich Champagner-Cocktails. Sie sind ideal für alle, die dem klassischen Sprudel kurz entkommen möchten, ohne auf Eleganz zu verzichten.
Mein absoluter Favorit ist der Old Cuban: frisch, komplex, ein bisschen sexy – und perfekt für lange Nächte.
Beim Servieren von Sekt und Champagner beginnt der Genuss bereits bei der Präsentation. Die Flasche wird immer mit Hangerl serviert, das Etikett zeigt zum Gast. Bei einem Paar erhält zuerst die Dame den ersten Schluck, bei einer Gruppe bekommt die bestellende Person den Probeschluck, danach schenkt man den Damen ein. Beim Einschenken werden sowohl Flasche als auch Glas leicht gekippt – so bleiben die Bubbles dort, wo sie hingehören. Gegriffen wird die Flasche unten am Boden, mit dem Finger in der Punt, nicht am Bauch. Das sieht besser aus und fühlt sich auch richtig an.«
1060 Wien
Österreich
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