Diözese Eisenstadt kauft Weingut am Eisenberg
Die Diözese Eisenstadt hat im vergangenen Jahr am Bieterverfahren um das Weingut Schützenhof am Eisenberg teilgenommen und nun den Zuschlag erhalten.
Nachdem Winzer Markus Faulhammer aus Deutsch Schützen beschlossen hatte, sich von seinem Weingut zu trennen, wurde der Schützenhof inklusive sieben Hektar Rebfläche versteigert.
In Abstimmung mit den diözesanen Gremien, wie dem Domkapitel und dem Diözesaner Wirtschaftsrat, hat sich die Wirtschaftliche Generaldirektion der Diözese Eisenstadt im Herbst dazu entschlossen, für das Weingut am Eisenberg zu bieten. Nun hat die Diözese den Zuschlag für das Weingut erhalten.
Der Rufpreis belief sich auf 858.000 Euro. Über den tatsächlichen Kaufpreis wurde zwischen dem bisherigen Eigentümer und dem Auktionshaus, das die Versteigerung abgewickelt hat, Stillschweigen vereinbart.
»Die Verbindung von Kirche und Wein hat eine lange Geschichte, die in vielen Regionen sichtbar ist – von den Augustiner-Chorherren über das Stift Klosterneuburg bis hin zur Abtei Pannonhalma. Wir fühlen uns dieser Tradition verbunden und möchten sie auch im Burgenland pflegen«, so der Wirtschaftliche Generaldirektor der Diözese Eisenstadt, Johannes Stipsits. Bereits unter Bischof Stefan László betrieb die Diözese in der Vergangenheit ein kleines Weingut.
Während des Versteigerungsprozesses soll es ein großes Interesse von Investoren aus dem asiatischen Raum gegeben haben. »Es erfüllt uns mit Dankbarkeit, dass wir dazu beitragen konnten, das Weingut in regionalen Händen zu belassen«, so die Diözese.
Verpachtung, Kooperation oder eigene Erzeugung
Derzeit wird geprüft, wie sich die Zukunft des Schützenhofs gestalten lässt: »Ob durch eine Verpachtung an junge Winzer, eine Zusammenarbeit mit erfahrenen Kellermeistern oder die eigene Erzeugung von Wein – alle Optionen stehen offen. Wir möchten uns dabei von einer offenen Haltung leiten lassen, um die beste Entscheidung für das Weingut und die Region zu treffen.«
Das Weingut ist biologisch zertifiziert und umfasst vorwiegend die autochthonen Rebsorten Blaufränkisch und Rotburger, ergänzt durch Merlot und Pinot Noir. Der moderne Weinkeller, der im Jahr 2004 erbaut wurde, wurde mit dem Burgenländischen Architekturpreis ausgezeichnet.
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