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© Kirill Lialin

Falstaff präsentiert den neuen Rotweinguide 2025

Rotweinguide 2025
Rotweinguide
Tasting
Verkostung

Verkostet, beschrieben und bewertet: Neben den besten 1.000 Rotweinen Österreichs haben wir den Jahrgang 2022 verkostet und verraten die Sieger:innen des Jungwein Grand Prix und der Falstaff Reserve Trophy.

Mit großer Freude dürfen wir die Ergebnisse der 45. Falstaff-Rotweinprämierung vorlegen, nachdem wir die Sieger der zahlreichen Kategorien auch heuer wieder im festlichen Rahmen der Wiener Hofburg anlässlich der traditionsreichen Rotwein-Gala persönlich auszeichnen konnten. Der begehrte Titel des »Falstaff-Siegers« ging heuer an den punktehöchsten Wein aus dem Jahrgang 2022, der von der zehnköpfigen Fachjury in einer Finalverkostung in Blindprobe ermittelt wurde.

Rund 500 Weine waren für den Hauptbewerb eingereicht worden, aus denen auch die zahlreichen Sortensieger dieses exzellenten Jahrgangs gekürt wurden. Bereits im Vorfeld fand die Ermittlung der besten jungen Rotweine aus 2023 statt, diese »Grand-Prix-Sieger« wurden aus den drei Gruppen Blauer Zweigelt, Blaufränkisch und Cuvée ermittelt. Mit mehr als 360 Weine der Jahrgänge 2021 und älter war diesmal eine neue Rekordzahl von Weinen in der Kategorie »Reserve Trophy« angetreten, diese Auszeichnung wurde auch heuer wieder in den beiden Kategorien »Blaufränkisch« sowie »Cuvées und Sortenvielfalt« vergeben.

Guter Wein ist krisensicher

Im Vorjahr wurde an dieser Stelle über die mögliche stilistische Ausrichtung der heimischen Rotweine diskutiert, über die Frage, welche Art von Rotwein welchem Teil der Konsumenten schmeckt und wie sich diese Weine im In- und Ausland positionieren lassen. Vom »wind of change« auf dem internationalen Parkett war die Rede, wo nach Weinen verlangt wird, die Frische und Leichtfüßigkeit bei klarer Definition und Länge zeigen, und eben nicht mit hohem Alkohol, Körperreichtum und präsentem Holzeinsatz glänzen.

Der Jahrgang 2022 bietet eine große Vielfalt an erstklassigen Rotweinen mit feiner Struktur, reifen Tanninen und Entwicklungspotenzial.

Die Sieger:innen

Die aktuelle Verkostungsserie zeigt, dass immer mehr Produzenten diesem Gedanken etwas abgewinnen können, das Gros der Weine präsentiert sich eleganter, balancierter und frischer denn je zuvor. Betrachtet man aber den aktuellen Markt für Rotwein, dann scheint diese Entwicklung für einen Teil der potenziellen Konsumenten nicht schnell genug gegangen zu sein. Denn der Rückenwind für Rotwein aus Österreich ist auf dem Heimatmarkt nicht nur eingeschlafen, sondern ist aufgrund einiger Faktoren in einen spürbaren Gegenwind umgeschlagen. Unumstößlicher Fakt ist: Der Absatz schwächelt. Ebenso eine Tatsache: Es liegt nicht an der Qualität, denn die war noch nie so hoch wie heute.

Gründe sind im wirtschaftlichen Umfeld zu finden: Die Kunden sparen, und in der Gastronomie ist die Flasche Rotwein manchem schlichtweg zu teuer geworden. Argumente wie hoher Alkohol, allgemein rückläufiger Konsum von alkoholischen Getränken speziell bei der jüngeren Generation und zu hohe Aufschläge bei der Kalkulation bieten viele Ansätze. Weniger oft allerdings hört man, dass es in gewissen Segmenten des heimischen Rotweines schlicht und ergreifend ein Überangebot gibt und dass die Rotweinproduktion einem vermeintlichen Trend folgend auch in Regionen angekurbelt wurde, wo sie vielleicht nicht hingehört.

Das Pendel schlägt nun in Richtung Weißwein aus, vielleicht auch Obstsaft, Tee oder entalkoholisierter »Wein«. Sicher ist aber auch: Die guten Produzenten von heimischen Rotweinen müssen sich wahrlich nicht fürchten. Weine mit klarem Herkunftsprofil finden immer ihren Markt. Eines hat die aktuelle Falstaff-Prämierung bewiesen: Österreich kann stolz sein auf seine tollen Rotweine, und das manifestiert sich am besten dadurch, dass man solche kauft und genießt.

Eine breite Palette

Die aktuellen Produkte wurden wie bisher nach Sortengruppen und Jahrgängen beschrieben und bewertet. Innerhalb der Punkteränge sind die Weine aufsteigend nach ihrem Ab-Hof-Preis geordnet. Sie finden im neuen Falstaff Rotweinguide 2025 so gut wie alle bekannten Erzeuger, aber sicherlich auch eine große Zahl von Winzern, von denen Sie vielleicht bisher noch nichts gehört haben. Ein besonderer Stellenwert kommt der »Falstaff Reserve Trophy« zu. In diesem Bewerb ging mit dem Jahrgang 2021 und einigen älteren Reserveweinen eine enorme Zahl an österreichischen Top-Rotweinen, die eine längere Fassreife hinter sich gebracht haben, an den Start. Ob beim »Jungwein Grand Prix 2024«, den empfohlenen Weinen aus dem Jahr 2022 oder den ausgezeichneten Reserven: Im aktuellen Falstaff Rotweinguide 2025 werden Sie mit Sicherheit wieder fündig.

An dieser Stelle möchte ich mich einmal mehr im Namen des Falstaff-Verlags bei allen Weingütern für das uns über all die Jahre entgegengebrachte Vertrauen herzlich bedanken, denn schließlich beruht dieses Projekt auf Freiwilligkeit. Mein Dank geht aber auch an alle Mitglieder unserer kompetenten Jury, denn erst durch ihr fachlich versiertes Urteil bekommen die Ergebnisse dieser Prämierung ihr besonderes Gewicht. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen,  Nachverkosten und Entdecken einer Vielzahl von österreichischen Rotweinen, die wir für Sie vorprobiert und für gut befunden haben und Ihnen hiermit gerne empfehlen möchten.


Rotweinguide Österreich 2025

Die besten 1.000 Rotweine. Verkostet, beschrieben und bewertet von Peter Moser.

14,90 Euro

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Peter Moser
Peter Moser
Chefredakteur Wein
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