Luma Delikatessen erobert die «Beefbars» von Riccardo Giraudi
Der Schweizer Fleischhändler «Luma Delikatessen» beliefert neu die «Beefbars» von Riccardo Giraudi – mit vier ihrer besten Fleischstücke. Für diesen Deal reiste Gründer Marco Tessaro heimlich nach St. Moritz zur Eröffnung der ersten Schweizer «Beefbar». Dort wollte er den legendären «Beefboy» persönlich von seinen Delikatessen überzeugen. Mit Erfolg.
Als die Gründer von «Luma Delikatessen», Lucas Oechslin und Marco Tessaro, vor zwei Jahren zum ersten Mal eine «Beefbar» in Monaco betraten, verfolgten sie ein klares Ziel. Sie wollten Riccardo Giraudi – einen der grössten Fleischhändler Europas, in der Szene als «beefboy» bekannt – von ihren aussergewöhnlichen Fleischstücken überzeugen. Giraudi zeigte sich zwar beeindruckt, liess danach aber lange nichts mehr von sich hören.
Im Winter 2024 ergriff Marco Tessaro die nächste Chance. Als er erfuhr, dass die erste Schweizer «Beefbar» im «Grace La Margna» in St. Moritz eröffnet und Giraudi selbst persönlich anwesend sein würde, reiste er mit etlichen Cuts im Gepäck ins Engadin und präparierte die Stücke in der Küche. Nichtsahnend betrat Giraudi den Raum. Er erkannte Tessaro sofort wieder. «Ihr von ‹Luma› seid Genies», hat er zu Tessaro gesagt. Gemeinsam verkosteten sie die Fleischstücke, und am nächsten Tag erhielt Tessaro eine WhatsApp-Nachricht von Giraudi. «Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass ich gestern das beste Steak meines Lebens gegessen habe. Es war nicht nur magisch, es war darüber hinaus.»
Ich glaube, ich habe gestern das beste Steak meines Lebens gegessen.
– Riccardo Giraudi
Einen Tag vor der Eröffnung der «Beefbar» strich Giraudi kurzerhand die bestehenden Fleischcuts von der Karte und ersetzte sie durch Stücke von «Luma Delikatessen». «Das Team war anfangs natürlich nicht begeistert, weil sie vieles umstellen mussten», erzählt Tessaro. Zwei Wochen später waren die Cuts ausgetauscht und die Gäste im «Grace La Margna» geniessen dank Tessaros spontanem Abstecher bis heute vier Produkte von «Luma Delikatessen»: Wagyu Trockenfleisch, Burger, Ribeye und Entrecôte. Wer die Spezialitäten lieber zuhause geniessen möchte, findet sie auch im Online-Shop von «Luma Delikatessen».
Die Kunst der Selektion
Was macht die Cuts von «Luma» so besonders? «Die Selektion ist immens wichtig», sagt Tessaro. «Wir sind sehr picky. Wir bevorzugen weibliche Tiere und Ochsen– sie wachsen langsamer, der Muskelaufbau ist feiner, sie haben mehr Fett, das Fleisch wird zarter.» Hinzu kommt «Lumas» berühmte Veredelung mit Edelschimmelpilz, die dem Fleisch eine unverwechselbare aromatische Tiefe verleiht. «Nicht alles, was wir verkaufen, ist mit Edelschimmelpilz gereift», so Tessaro. Der Prozess ist aufwendig und macht die Endprodukte teurer. Dafür entsteht ein einzigartiges Produkt mit einem speziellen Aromaprofil und einer hervorragenden Konsistenz.
Heute servieren bereits die «Beefbars» in Monaco, Paris, Mailand und St. Moritz Fleisch von «Luma». Weitere Standorte sollen folgen. «Riccardo hat gesagt, er möchte, dass unser Fleisch in allen ‹Beefbars› weltweit auf der Karte steht», verrät Tessaro. Und wo essen die Männer, die «die besten Steaks der Welt» liefern, eigentlich selbst am liebsten? Tessaro schmunzelt: «Ganz ehrlich – wir essen kaum Fleisch auswärts. Nur, wenn wir wissen, dass wirklich hochwertige Ware auf den Teller kommt.» Wie jetzt in den «beefbars».