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Mythen und Fakten zum Start der Spargelsaison 2025

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Spargel gilt zwar als das Lieblingsgemüse der Deutschen – doch auch in Österreich und der Schweiz ist die Freude über den Saisonstart groß. Falstaff klärt die gängigsten Mythen rund um das »weiße Gold«.

Dank der milden Wintertemperaturen rechneten viele mit einem frühen Beginn der Spargelsaison, doch die kalten Temperaturen im Februar haben auch die Prognosen erstarren lassen. Zwar wurden die ersten Stangen schon Mitte März in Deutschland gestochen, offiziell wurde die diesjährige Spargelsaison aber erst am 10. April eröffnet. Seitdem ziehen die weißen Stangen großflächig in die Supermärkte ein.

Noch ist das Angebot begrenzt und auch die Preise könnten Verbraucher noch zaghaft zum weißen Gold greifen lassen. Für Klasse-1-Ware werden derzeit bis zu 15 Euro pro Kilo fällig, bei Klasse 2 pendeln sich die Preise zwischen 9 und 11 Euro ein. Doch das dürfte sich bald ändern: Mit den steigenden Temperaturen rechnen Experten mit einem schnellen Ernteschub und damit auch mit sinkenden Preisen.

Traditionell beginnt die Spargelernte in der zweiten Aprilhälfte und erstreckt sich bis zum »Johannistag« am 24. Juni. Bis dahin hoffen Verbraucher wie Produzenten auf stabile Wetterbedingungen – ideal sind kühle Nächte und sonnige Tage. Laut dem Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) verspricht die Witterung eine gute Qualität mit besonders aromatischen Stangen. Auch die Nachfrage zeigt sich wie jedes Jahr ungebrochen: Spargel bleibt das unangefochtene Lieblingsgemüse der Deutschen. Rund 1.300 Betriebe bauen hierzulande Spargel an. 2024 ernteten die Landwirte rund 105.000 Tonnen.

Mythen und Fakten rund um den Spargel

Neben den Preisen, sind es aber vor allem die zahlreichen Mythen, die sich um das Gemüse ranken, die für Diskussionen beim Verzehr und vor allem danach sorgen. Falstaff hat die Bekanntesten unter die Lupe genommen.

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Mythos 1: Spargel wirkt harntreibend

Stimmt! Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser. Dieser erhöhte Flüssigkeitsgehalt treibt durch die Nieren aus dem Körper. Bereits kurz nach dem Verzehr erleben viele Menschen einen verstärkten Harndrang sowie eine weitere Überraschung: Ihr Urin riecht stark nach Schwefel. Diese ungewöhnliche Geruchsentwicklung ist auf die enthaltene Asparaginsäure im Spargel zurückzuführen, die ihren Namen von der lateinischen Bezeichnung »Asparagus« erhält. Diese Säure wird in schwefelhaltige Verbindungen umgewandelt, wenn ein spezifisches Enzym vorhanden ist – was beim Spargel der Fall ist. Das Ergebnis ist der charakteristische Geruch auf der Toilette.

Mythos 2: Grüner Spargel ist gesünder als weißer

Wahr! Zwar enthalten beide Sorten wertvolle Vitamine (A, B, C, E, K) und Mineralstoffe, grüner Spargel hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Er ist reicher an Vitamin C, A, Folsäure, Natrium, Kalium und Beta-Carotin. Ein weiterer Pluspunkt: Grüner Spargel muss nicht geschält werden. Es genügt, nur die holzigen Enden vor der Zubereitung zu entfernen.

Mythos 3: Der Quietsch-Test

Dieser Trick von Oma ist Humbug. Der »Quietsch-Test« ist kein eindeutiges Merkmal für frischen Spargel. Zwar quietscht frischer Spargel wirklich, wenn man die Stangen aneinander reibt, aber auch feuchter Spargel, der schon älter ist, kann quietschen. Wichtiger sind eine unbeschädigte, glänzende Schale und eine feuchte Schnittstelle. Um die Frische zu erhalten, können die Stangen ungeschält in ein feuchtes Tuch gewickelt und bis zu zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Mythos 4: Spargel lässt sich nicht einfrieren

Falsch! Spargel sollte vor dem Einfrieren jedoch geschält werden und idealerweise vakuumverpackt werden, um seine Qualität zu erhalten. Auf diese Weise kann er bis zu sechs Monate lang aufbewahrt werden, ohne an Geschmack einzubüßen. Beim Kochen von tiefgefrorenem Spargel sollte er unaufgetaut direkt in kochendes Wasser gegeben werden. Gekochter Spargel hingegen kann nicht eingefroren werden, da sich während des Einfrierens Eiskristalle in den Stangen bilden, die dazu führen, dass der Spargel nach dem Auftauen matschig wird.

Mythos 5: Spargel steigert die Libido

Jein. Obwohl Spargel Vitamin E enthält, dem eine potenzsteigernde Wirkung zugeschrieben wird, ist die Menge entscheidend, um diese Wirkung tatsächlich zu erzielen. Der Verzehr von Spargel allein liefert jedoch nicht genug Vitamin E, um einen solchen Effekt zu erzeugen. Abgesehen von seiner phallusähnlichen Form hat Spargel also wenig potenziell stimulierende Wirkung. Obwohl dem Gemüse seit der Antike aphrodisierende Eigenschaften zugeschrieben werden, ist dies wissenschaftlich nicht bewiesen. Dennoch wird Spargel gelegentlich in der ayurvedischen Medizin zur Behandlung von Potenz- und Libidostörungen eingesetzt.


 

Anna Wender
Anna Wender
Senior Redakteurin
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