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Nenad Mlinarevic und Co. eröffnen «Riki Ramen Bā» in Zürich

Neueröffnung
Ramen
Zürich

Anfang Februar eröffnet an der Kasernenstrasse die «Riki Ramen Bā». Konzipiert wurde die neue Ramen-Bar von Nenad Mlinarevic und seinen Kollegen aus Wien. Im Gespräch mit Falstaff erklärt Mlinarevic, warum echte Ramen Zeit brauchen und Fokus wichtiger ist als Vielfalt.

Am 2. Februar 2026 eröffnet an der Kasernenstrasse mit der «Riki Ramen Bā» eine neue Adresse für Liebhaber:innen japanischer Nudelsuppen. Hinter dem Projekt steht ein bestens bekanntes Quartett: Nenad Mlinarevic, Christian Nilson sowie Eduard «Eddi» Dimant und Tobi Müller aus Wien. Gemeinsam haben sie in Zürich bereits die «Cucina Itameshi» realisiert.

Die Idee für die Ramen-Bar ist über Jahre gereift. «Wir alle vier sind grosse Ramen-Fans. Chris und ich lieben die ‹Mochi Ramen Bar› in Wien, die Tobi und Eddi seit fast zehn Jahren erfolgreich gemeinsam führen», erklärt Nenad im Gespräch mit Falstaff. Schon lange habe man nach einem passenden Standort in Zürich gesucht. Umso grösser ist nun die Freude, diesen an der Kasernenstrasse 2 gefunden zu haben.

«Ganz viel Herz»

Warum ausgerechnet Ramen? Für Mlinarevic liegt der Reiz im Kontrast. «Ramen ist gleichzeitig einfach und komplex. Es ist nur eine Schüssel, aber es gibt unzählige Möglichkeiten sie zu perfektionieren», führt er aus. Brühe, Tare, Fett, Nudeln und Toppings müssen ausbalanciert sein, damit eine stimmige Ramen entsteht. «Wenn es funktioniert, merkt man es sofort. Und wenn nicht, genauso.»

Im Zentrum steht die Brühe. Sie ist Herz und Fundament jeder Ramen. Ihre Tiefe entsteht nicht durch Abkürzungen, sondern durch Zeit, hochwertige Produkte und, wie Nenad betont, «ganz viel Herz». Eine gute Brühe lässt sich nicht beschleunigen. Sie entwickelt sich Schicht für Schicht.

Auf der Karte finden sich bewusst wenige, dafür präzise gesetzte Highlights. Im Fokus stehen Shoyu-Ramen auf Sojabasis und Shio-Ramen auf Salzbasis. Dazu kommen hausgemachte Nudeln, die in Zürich selbst produziert werden. Mehl, Hydration und Reifezeit liegen dabei vollständig in eigener Hand. Denn stimmen Textur und Biss nicht, trägt auch die beste Brühe nicht. Ergänzt wird das Angebot durch japanische Tapas als Vorspeisen sowie Soft Serve mit wechselnden Toppings zum Dessert.

Jeden Tag dieselbe Schüssel

Ein Ramen-Konzept mag nach aussen hin einfach wirken, verlangt intern jedoch absolute Präzision. Die grösste Herausforderung sehen Mlinarevic und Nilson in der täglichen Konstanz. Jeder Service und jede Schüssel müssen derselben hohen Qualität entsprechen, auch dann, wenn es hektisch wird. Saubere Prozesse, Liebe zum Detail und das konsequente Weglassen von Zufall sind dabei entscheidend.

Zürichs Ramen-Szene ist in den letzten Jahren stark gewachsen. «Riki Ramen Bā» positioniert sich darin mit einer klaren Haltung: weniger Ablenkung, mehr Tiefe. Kein breites Konzept, sondern Fokus. Die absolute Konzentration gilt dem, was Ramen im Kern ausmacht: komplexe Aromen, einfacher Genuss. Reservationen werden voraussichtlich keine angenommen, «walk-ins only».

Riki Ramen Bā
Kasernenstrasse 2
8004 Zürich
riki-ramen.com


Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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