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»Pretty Desserts« zum Nachmachen à la Cédric Grolet

Dessert
Obst
Süßigkeit
Food Trend

Im Vorjahr war der Sommer von der gehypten Dubai-Schokolade geprägt, jetzt haben die süßen Mousse-Desserts Social Media und Naschkatzen fest im Griff.

Im letzten Jahr war die Dubai-Schokolade mit knusprigen Kadayif-Fäden, cremiger Pistaziencreme und essbarem Goldstaub der virale Dessert-Hit. Selbst im Winter und auf Weihnachtsmärkten wurden wir nicht von ihr verschont. Ein Jahr später betritt ein neues Trend-Dessert die Bühne: die sogenannten »Pretty Desserts«.

Die täuschend echten Früchte-Moussekuchen erobern derzeit nicht nur die USA, sondern auch Europa – und vor allem Paris. Täglich stehen dort Tourist:innen Schlange, um die berühmten Kreationen des französischen Pâtissiers Cédric Grolet zu sehen und vor allem zu kosten. Seine hyperrealistischen Frucht-Desserts haben Kultstatus erreicht. Im Kern bestehen sie nur aus Frucht-Mousse oder fallweise Cheesecake, werden aber mit unglaublicher Präzision geformt, glasiert und gefüllt – kleine Kunstwerke also.

Vom Meister inspiriert

Auf TikTok gewährt Cédric Grolet spannende Einblicke, wie seine süßen Illusionen entstehen: Mit speziellem Werkzeug, Silikonformen und seiner eigenen Technik zeigt er Schritt für Schritt, wie er seine Meisterwerke zaubert. Die Videos machen sofort Lust, selbst zur Spachtel zu greifen und ein Mini-Kunstwerk zu zaubern. Doch so spielerisch das auch wirkt – dahinter steckt echte Pâtisserie-Kunst, die man nicht mal eben an einem Sonntag spontan nachmacht. Genau das scheint aber gerade viral zu gehen: Videos von kreativen Content-Creator:innen, die sich inspiriert von Grolet selbst an den Früchten versuchen – direkt in ihrer Küche.

Die gute Nachricht: die Desserts lassen sich in der Tat selbst herstellen – vielleicht nicht ganz perfekt, aber definitiv gelungen. Trotz großer Begeisterung bemängeln viele Hobby-Pâtissiers eine entscheidende Sache: Der typische »Crunch«-Moment, den man in den Videos so bewundert, fehlt häufig. Genau dieser knackige Sound ist aber der Zauber, der diese Desserts so besonders macht. Viele Content-Creator:innen berichten enttäuscht, dass der berühmte Knack-Effekt ausbleibt – meistens, weil die Schokoladenhülle zu dick oder zu weich ist. Und noch ein Faktor spielt bei den DIY-Desserts mit: Zeit. Damit die Desserts möglichst nahe an Grolets' Version herankommen, müssen Hobby-Pâtissiers viel Zeit und auch Geduld in die Produktion »investieren«.

Pâtisserie-Kunst will geübt sein

Was allerdings den »Crunch«-Moment angeht, so haben einige Creator:innen längst herausgefunden, worauf es wirklich ankommt: Der entscheidende Trick für die knackende Hülle liegt in der Zugabe von Kakaobutter. Sie sorgt dafür, dass die Schokolade beim Reinbeißen sauber bricht – genau wie bei den Originalen. Die Videos der Content-Creator:innen zeigen ganz klar: kleine Pannen gehören dazu – aber genau das macht den Reiz aus. Die Meinungen, ob es sich lohnt die Früchte selbst nachzumachen gehen allerdings auseinander. Für viele wiegt der Aufwand das Geschmackserlebnis nicht auf, während der Ausflug in die Pâtisserie-Welt für andere ein besonderes Experiment ist.


 

Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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