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Restaurant der Woche: «Trattoria Freilager»

Restaurant der Woche Schweiz
Restaurant
Kulinarik
Kritik
Zürich

Die Trattoria «Freilager» in Zürich ist die neue Wirkungsstätte von Antonio Colaianni.

Ein angenehm bitterer Negroni zum Anstossen, schon werden die Antipasti serviert: Lardo und Wurst, Käse und Birne, Polposalat mit Kichererbsen, Burrata mit Feigen, gebra­tene Steinpilze, Tunatatar auf knusprigem Brot, eine kleine Pizza Bianca, ein konkurrenzlos leckeres Vitello tonnato. Schon jetzt ist klar: Tavolata ab vier Personen – das macht Spass!

Und die erste Flasche Miolera, ein eleganter Barbera vom kleinen Piemonteser Weingut Mura Mura, ist auch bald leer. Dienstagabend in Zürich-Altstetten, das «Trattoria Freilager» mit ihren 70 Plätzen ist fast voll. Dass Antonio Colaianni Gourmet kann, hat er über Jahre hinweg bewiesen. Zuletzt im Zürcher «Ristorante Ornellaia», das er Ende April letzten Jahres notgedrungen verlassen musste. Jetzt zeigt der Spitzenkoch, der seine Wurzeln ebenso wie Geschäftspartner und Gastgeber Marco Però in Apulien hat, dass er auch ganz bodenständig besser kocht als die meisten anderen Italiener.

Die Primi Piatti haben es in sich: Fusilli mit frischen Porcini – wow. Die zweite Pasta ist noch besser: Maccheroni al Ragù di Polpo. Wie eine Bolognese, aber mit Tintenfisch, würzig, leicht scharf, der Tagessieger. Zum Hauptgang gibt es Kalbsbäggli an schön tiefem Jus sowie wilde Gamberoni vom Grill und Seeteufel. Nun ist auch die zweite Flasche leer. Zum Abschluss bereitet der Service eine leichte und tatsächlich erfrischende Tiramisù am Tisch zu, dazu ein Glas sizilianischer Süsswein von Planeta. Sfogliatelle, Baba au rhum und Cannoli dürfen zum Espresso nicht fehlen. Zwei Stunden vergessen wir, dass eigentlich erst Dienstag ist – la vita è bella!

Bewertung

Essen 46 von 50
Service 19 von 20
Weinkarte 18 von 20
Ambiente 8 von 10
GESAMT 91 von 100

Freilagerstrasse 53
8047 Zürich
Schweiz

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Erschienen in
Falstaff Magazin Schweiz Nr. 8/2024

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Andrea Nagel
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