»Seeteufel«: Ein Kärntner bringt Fish & Chips nach Wien
Im neuen Bistro »Seeteufel« in Wien dreht sich alles um Fisch im Backteig.
In der Schwarzspanierstraße hat vor Kurzem ein neues Bistro eröffnet, das sich auf ein Gericht spezialisiert: Fish & Chips. Das »Seeteufel« bietet in Wien nun einen festen Anlaufpunkt für Liebhaber:innen des britischen Klassikers – in einer Stadt, die sonst nur wenig auf Backfisch setzt. Das kleine Lokal besticht durch seine auffällige Gestaltung: Knallige Blau- und Orangetöne dominieren den Raum, eine Comicversion der Firmengeschichte ziert die Wand, und ein großer Spiegel vergrößert optisch das kleine Bistro, das mit nur drei Tischen bestückt ist.
Hinter dem »Seeteufel« steht Oliver Hüttl, ein gelernter Koch aus Kärnten. Seine Reise in die Welt des frittierten Fischs begann 2017 eher zufällig. »Wir haben uns einen Foodtruck gekauft und festgestellt, dass Fish & Chips unser Bestseller war«, erzählt Hüttl gegenüber Falstaff. Der Erfolg des Foodtrucks, der vor allem im Burgenland unterwegs war, führte schließlich zur Eröffnung des ersten stationären Standorts in Wien.
Was auf der Speisekarte zu finden ist
Im Mittelpunkt des Angebots steht Kabeljau aus dänischem Wildfang. »Das Rückenstück bleibt glasig und saftig, während der Backteig dünn und knusprig ist. Das ist für uns ein echtes Knuspererlebnis«, so Hüttl. Die Zubereitung folgt hohen Standards: Der Fisch wird frisch herausgebacken und kann mit Pommes oder in einer leichten Variante mit Salat bestellt werden. Im Gegensatz zu traditionellen Fish & Chips, bei denen ein großes, ganzes Fischfilet serviert wird, bietet das »Seeteufel« kleinere Stücke. Für manche mag das weniger authentisch wirken, auch wenn die Qualität des Fisches unbestritten ist.
Neben dem Fischgericht gibt es auch eine vegane Alternative. Ein mit Nori-Algenblatt umwickelter Tofu dient als Basis für »Vish & Chips«. Wer bei den Beilagen auf traditionelle britische Chips hofft, wird enttäuscht, denn es werden tatsächlich Pommes serviert. Das Angebot auf der Speisekarte wird durch eine Fischsuppe, die mit Kabeljau verfeinert ist und zweierlei Fish Burger ergänzt.
Mit 11,90 Euro für die klassische Variante (ca. 120 g) und 15,90 Euro für die große Portion (ca. 180 g) sind die Gerichte preislich in einer gehobenen Kategorie angesiedelt. Ein weiterer Wermutstropfen ist der intensive Frittiergeruch, der nach einem Besuch vor Ort haften bleibt. Dennoch ein charmantes Bistro, das sich besonders für Speisen zum Mitnehmen eignet – und für jene, die Fish & Chips einmal in einer etwas anderen Variante erleben möchten.
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