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© Zoe Spawton

Sophia Hoffmann stellt Konzept um: Berliner »Happa« künftig nur noch abends geöffnet

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»Wirtschaftlich notwendig«: Bislang ein Hotspot für kreative Mittagessen und ausgewählte Dinner, öffnet Sophia Hoffmanns »Happa« ab September nur noch abends.

Als Sophia Hoffmann im November 2022 ihr erstes eigenes Restaurant eröffnete, war das Berliner »Happa« zunächst fast ausschließlich mittags geöffnet. Der Grund war vor allem eine wegweisende Entscheidung für die Vereinbarkeit von Familie und Gastronomie: »Meine Gründungspartnerin Nina Petersen hat eine kleine Tochter. Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, unser Restaurant nur ›nine to five‹ zu öffnen«, erklärte Hoffmann damals im Gespräch mit Falstaff. So entstand ein Mittagskonzept, das Genuss, Nachhaltigkeit und Hoffmanns politische Haltung miteinander verband, ohne dass das Team in den Abend- und Nachtbetrieb gezwungen wurde.

Doch die wirtschaftliche Realität macht jetzt Anpassungen nötig, wie Hoffmann auf Instagram verkündet. Die Umsätze im Mittagsgeschäft seien in den letzten zwei Jahren um die Hälfte gesunken, während die Nachfrage nach Abendessen kontinuierlich gestiegen sei. Deshalb geht das »Happa« ab September 2025 in den Abendbetrieb über. Dienstags bis freitags öffnet das Restaurant ab 18 Uhr für das 3-Gang-Menü »Das kleine HAPPA«, samstags um 19 Uhr gibt es ein 5-Gang-Menü mit Ticketvorverkauf. »Wir konzentrieren uns künftig ganz auf das Abendgeschäft und arbeiten daran, euch ein einmaliges veganes Erlebnis zu bieten«, erklärt Hoffmann.

 

Dinner only ab September

Im »Happa« wird Veganismus mit Zero-Waste-Prinzipien verbunden. Schon früh machte das Restaurant Schlagzeilen mit Zutaten, die sonst im Müll gelandet wären: Kohlrabischalen, Karfiolstrunk und Blätter, perfekt mariniert und geröstet, werden in die Menüs integriert. Allein im ersten halben Jahr wurden auf diese Weise über 1.200 Kilo Gemüse gerettet. Hoffmanns Motto: »Wenn ich meine Lieferung bekomme, sehe ich keine Mängel, sondern Möglichkeiten.«

Die Entscheidung, das Mittagsgeschäft aufzugeben, fällt Hoffmann auch deshalb schwer: »Danke an alle, die regelmäßig zum Mittagessen zu uns gekommen sind. Aber mit den Niedrigpreisen der Systemgastronomie können wir als Restaurant mit unseren Qualitätsansprüchen nicht mithalten.« Stattdessen wird das Team Ressourcen bündeln, Ballast abwerfen und neue Energien freisetzen, um die Abendgäste noch intensiver zu verwöhnen. Ab 2. September 2025 heißt es offiziell: Dinner only.


 

Redaktion
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