Spaghetti alla Puttanesca: Was der Pasta-Klassiker mit einem Freudenhaus zu tun hat
Der Name des bekannten Gerichts ist umstritten und sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Denn diese Art der Pasta soll angeblich in einem Bordell in Neapel entstanden sein.
Ein einfaches Rezept, über dessen Namensgebung aber schon seit Jahrzehnten gestritten wird, sind die Spaghetti alla Puttanesca. Tomatensauce, Sardellen, Kapern, Oliven – das sind die essenziellen Zutaten der Pasta, die einen außergewöhnlichen Namen trägt. Doch warum wird dieses Gericht so genannt und wem oder was verdankt es diesen Namen?
Eine umstrittene Herkunft
Es gibt viele Versionen für den Namen dieses Gerichts. Die erste Geschichte führt die »Spaghetti alla Puttanesca« nach Rom in die frühen 1900er Jahren zurück: Ein Gastwirt soll das Rezept erstmals in einem Bordell für die dort einkehrenden Gäste zubereitet haben. Eine ähnliche Geschichte erzählt Arthur Schwarz in seinem Werk »Naples at table«. Seine Geschichte findet zwar in Neapel und nicht in Rom statt, aber ebenso wurde das Gericht dort für die Gäste eines Bordells zubereitet. Es gibt jedoch auch andere Theorien, die besagen, dass es die neapolitanischen Sexarbeiterinnen selbst waren, die dieses schnell zubereitete Gericht für sich und ihre Gäste kochten. Doch damit noch nicht genug – eine alternative Theorie stammt von Sandro Petti, dem Besitzer eines Nachtclubs auf der Insel Ischia in den 50er-Jahren. Petti hatte Gäste zu bewirten, jedoch fehlten ihm die nötigen Zutaten für ein Abendessen. Obwohl er anfangs beschloss, den Gästen kein Essen zu reichen, riefen diese immer wieder »Koch einfach irgendeinen Mist« (italienisch: »Facci una puttanata qualunque«). So improvisierte er mit Tomatensauce, Sardellen, Kapern, Oliven und geboren waren die »Spaghetti alla Puttanesca«.
Die Zubereitung
Die Zubereitung der Spaghetti ist einfach und erfordert nur wenige Schritte. Zuerst werden Knoblauch und Chili in Olivenöl angebraten. Dann werden die Sardellen hinzugefügt und leicht zerkleinert, um ihre salzige Würze zu entfalten. Als nächstes kommen die Kapern und Oliven in die Pfanne, gefolgt von den Tomaten. Diese werden leicht eingedickt, um eine reichhaltige und würzige Soße zu bilden. Schließlich werden die gekochten Spaghetti in die Soße gegeben und gründlich damit vermengt, damit sich die Aromen vollständig entfalten können. Bon appétit!
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