Süsser Knödel, feiner Wein im «Weingut Jamek»: So schmeckt die Wachau
In einem der wohl traditionsreichsten Weingüter der Wachau wird ein klassisches Sommergericht auf kreative Weise neu interpretiert. Der knusprige Marillenknödel im «Weingut Jamek» zeigt, wie eng Marillen, Wein und Gastfreundschaft in der Region miteinander verwoben sind.
Wachauer Klassiker neu gedacht
Wer an die Wachau denkt, denkt an zwei Dinge: Marillen und Wein. Zwischen steilen Terrassenlagen, alten Trockensteinmauern und der blauen Donau prägen sie seit Jahrhunderten das Bild der Region – kulinarisch wie kulturell. Das «Weingut Jamek» in Joching vereint beide Wachauer Identitäten auf dem Teller und im Glas: mit einem knusprigen Marillenknödel, der überrascht und begeistert.
Von Hand geerntet, mit Liebe zubereitet
Wenn die Morgensonne über die Weinberge von Joching zieht, steht Andrea Pusch bereits im Marillengarten.
Ich gehe in der Früh Marillen pflücken und dann verarbeiten wir sie gleich weiter zu Knödeln.
Andrea Pusch
Doch der Marillenknödel im «Weingut Jamek» ist kein gewöhnlicher. Die saftig-süsse Frucht wird mit feiner Topfencreme gefüllt, von einem hauchdünnen Kataifi-Teig umhüllt und in zwei Schöpfern frittiert, sodass eine knusprige, goldene Hülle entsteht. Das Ergebnis ist ein Texturenspiel, das den klassischen Knödel modern interpretiert: aussen knusprig, innen weich und alles hausgemacht.
Die Wachau schmeckt nach Marille – und Riesling
Marillen sind das kulinarische Aushängeschild der Wachau. Ihre Ernte ist Handarbeit und verlangt viel Geduld und Gespür. Winzer und Heurigenwirt Walter Lahrnsteig vom «Weingut Lahrnsteig» bringt es auf den Punkt:
Man geht 20 bis 30 Mal auf denselben Baum, um wirklich nur die perfekt reifen Marillen zu ernten. Eine Geschmacksexplosion – fast wie ein Gaumenorgasmus.
Walter Lahrnsteig
Gleiches gilt für den Wachauer Wein, der zur Marille gereicht wird. Johannes Altmann, Sommelier und Gastgeber des «Weingut Jameks», empfiehlt einen besonderen Tropfen aus der «Schatzkiste» des Hauses: den Riesling Ried Klaus 2017. Mit seinem eleganten Säurespiel, dem feinen Zuckerrest und der Tiefe des Jahrgangs bildet er das ideale Gegengewicht zum Knödel.
Das Zusammenspiel von Marille und Riesling ist kein Zufall, sondern Ausdruck der Region: Balance, Raffinesse, Herkunft.
Ein Ort mit Geschichte und Haltung
Seit über 100 Jahren prägt das «Weingut Jamek» den Stil der Wachau – nicht nur im Glas, sondern auch in der Gastronomie. Schon früh setzte der Betrieb auf trockene, elegante Weissweine und auf die Verbindung von Gastronomie, Landschaft und Kultur. Heute führt die Familie Altmann-Jamek den Betrieb in vierter Generation – mit Sinn für Qualität, Landschaft und Menschen.
Das angeschlossene Restaurant direkt an der Donau zählt zu den feinsten kulinarischen Adressen in der Wachau. Hier werden nicht nur Klassiker serviert, sondern Gerichte, die die Wachau interpretieren, ohne sie zu verraten. Der knusprige Marillenknödel ist dabei ebenso Signature Dish wie Hommage – an die Region, die Natur und das, was man aus ihr machen kann.
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