Warum Pumpkin Spice Latte unser gefühlter Herbstbeginn ist
Immer im Herbst stürmt der Pumpkin Spice Latte die Cafés. Und nicht nur dort: Er ist zum Symbol für den Herbst geworden.
Wenn die Tage kürzer werden taucht er wieder auf: der »Pumpkin Spice Latte« (PSL). Kaum ein Getränk wird so stark mit einer Jahreszeit verknüpft. Inzwischen ist er Symbol für den Herbst, eine Art kulinarischer Kalender.
Aber wo kommt er her? Schon frühe nordamerikanische Siedler würzten Kürbisgerichte mit Nelke, Ingwer und Zimt. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert der Pumpkin Pie, ein Klassiker des amerikanischen Thanksgiving. 1934 brachte die Gewürzfirma McCormick eine Mischung auf den Markt, die seither als »Pumpkin Pie Spice« bekannt ist: Ingwer, Muskat, Zimt, Piment, Nelken, Vanille und Kardamom. Die Mischung wird mittlerweile auch gerne ohne Kürbis verwendet.
Zum Getränk wurde das Gewürz erst viel später. Der Pumpkin Spice Latte wurde von »Starbucks« im Jahr 2003 erfunden. Das Unternehmen entwickelte das Getränk als saisonale Spezialität für den Herbst. Seit Entstehung wurde das Getränk bei »Starbucks« in den Vereinigten Staaten mehr als 600 Millionen Mal verkauft, berichtet der Guardian. Es gibt zwei Varianten: Entweder man verwendet einen Sirup oder eine trockene Gewürzmischung. Sirup hat den Vorteil, dass er sich gut mit dem Milchschaum mischen lässt und dem Kaffee Fülle gibt.
Ein Gewürz als Verkaufsschlager
Zahlen zeigen, dass Pumpkin Spice in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer Industrie geworden ist. In den USA setzen Lebensmittelhersteller jedes Jahr Hunderte Millionen Dollar mit Produkten um, die dieses Aroma tragen: von Müslis über Joghurts bis hin zu Duftkerzen. In Österreich gibt es zwar keine eigenen Statistiken, doch auch hier ist der Trend sichtbar.
Ob man ihn liebt oder belächelt: Der Pumpkin Spice Latte ist gekommen, um zu bleiben. Ein Stück Herbst zum Trinken.