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© Shutterstock/Denys Poliakov

Wien, Berlin oder Zürich? Wo ein Dinner am meisten ins Budget geht

Restaurant
Preiserhöhung

Der Ländervergleich liefert überraschende Ergebnisse: Relativ zum Einkommen müssen Österreicher:innen tiefer in die Tasche greifen als Schweizer:innen und Deutsche.

Im DACH-Raum klaffen die Restaurantpreise auseinander. In der Schweiz sind sie am höchsten, in Deutschland am niedrigsten, Österreich bewegt sich im Mittelfeld. Doch erst der Blick auf die Einkommen zeigt, wo ein Restaurantbesuch wirklich ins Gewicht fällt. Vergleiche zu ziehen ist ein nützlicher Anhaltspunkt, um die Erschwinglichkeit in den Städten zu eruieren, berichtet das Online-Portal Chef's Pencil. Die verwendeten Daten kommen von der Crowdsourcing-Datenbank Numbeo.

Mit einigen Ausnahmen sind Restaurants der mittleren Preisklasse die gängigsten Gastronomiebetriebe und bieten einen der besten Indikatoren dafür, wie teuer eine Stadt in Bezug auf Essen gehen ist. In Zürich kostet ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen 120 Euro. In Wien sind es 80 Euro, in Berlin 70. Die Schweiz ist damit absolut teurer.

Kaufkraft doppelt so hoch

Doch wer mehr verdient, kann sich mehr leisten. In Zürich liegt das durchschnittliche Nettoeinkommen bei rund 7700 Euro, in Wien bei 2800, in Berlin bei knapp 3000. Das Menü macht in Zürich 1,6 Prozent des Monatslohns aus, in Wien 2,8 Prozent, in Berlin 2,3 Prozent.

Im globalen Vergleich landet Bern sogar auf Platz drei. Das mag überraschend sein, ist die Schweiz doch dafür bekannt, ein teures Pflaster zu sein. Berücksichtigt man jedoch die sehr hohen lokalen Löhne, ist das Essen gehen für die Einwohner:innen hier günstiger als in fast jeder anderen Stadt weltweit. Generell kann gesagt werden: Im Europa-Schnitt dominiert die Schweiz in Sachen Erschwinglichkeit: Bern, Zürich und Genf gehören zu den Städten, in denen man im Verhältnis zu den lokalen Löhnen am günstigsten auswärts essen kann.

In Europa hängt die Erschwinglichkeit weniger vom Preis als vielmehr vom Gehalt der Einwohner:innen ab. Bern (0,38 %) und Zürich (0,39 %) gehören trotz einiger der weltweit höchsten absoluten Preise für Mahlzeiten in Betrachtnahme der hohen Löhne weiterhin zur globalen Spitzengruppe.

Große Unterschiede im DACH-Raum

Österreich liegt preislich zwischen Deutschland und der Schweiz. Bei niedrigeren Einkommen schlagen Restaurantbesuche stärker zu Buche als in Zürich oder Bern. Deutschland zeigt das Gegenteil: Die Preise sind ähnlich wie in Österreich, doch die Einkommen etwas höher – damit fällt der Anteil geringer aus.

Absolut gesehen ist die Schweiz am teuersten. Relativ zum Einkommen aber wiegen Restaurantbesuche in Österreich schwerer. Wer in Berlin essen geht, gibt weniger vom Monatsgehalt aus als in Wien.

Ein einfaches Mittagessen kostet in Wien rund 15 Euro, in München und Hamburg 18 Euro, in Zürich 25 Euro und in Genf sogar 30. Absolut betrachtet ist Österreich damit günstiger als die Schweiz, aber relativ zum Einkommen sieht es anders aus: Der Medianlohn in der Schweiz liegt mehr als doppelt so hoch wie in Österreich. Für Zürcher:innen ist das Mittagsmenü daher weniger belastend – auch wenn die Rechnung höher ausfällt.

Österreich liegt beim Ausgehen preislich zwischen Deutschland und der Schweiz, jedoch ohne Schweizer Gehälter. Das macht Restaurantbesuche in der Alpenrepublik spürbar teurer, auch wenn die Rechnung niedriger aussieht.


Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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