No-Shows: Vor allem internationale Gäste tauchen nicht auf
Die Schweizer Gastronomie kämpft mit Gästen, die trotz Reservation nicht erscheinen. Der aktuelle Report von «Lunchgate» zeigt: Insbesondere kurzfristige Reservationen und internationale Gäste erscheinen häufig nicht.
No-Shows und kurzfristige Stornierungen bleiben eine spürbare Herausforderung für die Schweizer Gastronomie. Der aktuelle No-Show-Report 2026 von «Lunchgate», basierend auf den Daten des Jahres 2025, zeigt: 2,44 Prozent der Gäste, die über «foratable» reservierten, erschienen nicht zu ihrer Reservation.
Faktoren für No-Shows
Besonders häufig betroffen sind kurzfristige Reservationen. Fast ein Drittel aller No-Shows stammt von Buchungen, die am selben Tag getätigt wurden. Je weniger Vorlaufzeit eine Reservation hat, desto höher ist laut Report das Risiko, dass Gäste nicht erscheinen.
Auch der Zeitpunkt spielt eine entscheidende Rolle. Die höchste No-Show-Rate fällt zwar auf den Montag, der grösste Anteil der Ausfälle jedoch auf Freitag und Samstag. Also auf jene Tage, an denen viele Restaurants einen besonders wichtigen Teil ihres Umsatzes erzielen. Zusätzlich steigt die Ausfallquote im späteren Abendgeschäft deutlich an: Reservationen nach 20 Uhr sind besonders häufig betroffen.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Urbane Zentren und Tourismusdestinationen sind stärker betroffen als andere. In der Deutschschweiz liegen Zürich und Luzern über dem Durchschnitt, während Ferienorte wie Grindelwald, St. Moritz und Zermatt noch höhere Werte verzeichnen. Auch die Herkunft der Gäste spielt eine Rolle: Reservationen mit internationalen Telefonnummern weisen deutlich höhere No-Show-Raten auf als Buchungen mit Schweizer Kontakten.
Was nach einem kleinen Prozentsatz klingt, kann für Betriebe erhebliche Folgen haben: Leere Tische bedeuten fehlenden Umsatz und erschwerte Planung. Der Report zeigt damit vor allem eines: Reservationen schaffen nur dann Sicherheit, wenn sie auch verbindlich wahrgenommen werden.
Mögliche Lösungen
Als Reaktion auf die anhaltenden No-Shows prüfen immer mehr Betriebe verbindlichere Reservationsmodelle. Neben automatischen Erinnerungen per Mail oder SMS zählen dazu klar definierte Stornofristen, Kreditkartenhinterlegungen oder Deposits. Besonders in gefragten Zeitfenstern, bei grösseren Gruppen und in touristischen Regionen können solche Massnahmen helfen, die Verbindlichkeit zu erhöhen. Wichtig bleibt dabei eine transparente Kommunikation: Die Regeln sollen Gäste nicht abschrecken, sondern Sicherheit schaffen.