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© Linda Carstensen

Wo die Reisschale zur Herzensangelegenheit wird

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Hier spürt man, dass viel Herzblut und Liebe im Essen steckt: in der neuen Filiale von «PAPA ORO's» in Bremgarten. Papa Oro – der Vater der Familie Guevarra – ist Küchenchef, bringt seine Köstlichkeiten aber auch gerne selbst an den Tisch und zaubert den Gästen mit seiner offenen Art ein Lächeln aufs Gesicht.

Am 1. März öffnete das «PAPA ORO's» in Bremgarten seine Türen – direkt am Bahnhof, mit Holztischen, tropischen Pflanzen, circa 60 Sitzplätzen drinnen und 15 draussen. Es ist die grösste Filiale der Familie (neben Baden und Brugg), und doch fühlt sich alles an wie im Wohnzimmer.

«Schon in unserer Kindheit war unser Zuhause der Treffpunkt für die ganze Familie, aber auch unsere Freundinnen und Freunde», erklärt Anja, eine von Papa Oros Töchtern. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihrer Schwester Tatjana um Organisation, Konzept und Administration. «Der Name Papa Oro entstand bereits damals, denn sein Essen wurde heiss geliebt von allen», erklärt sie. Auch ihre Mutter, Virgina, teilt die Passion. Sie kümmert sich um die Backwaren, beispielsweise den violetten Ube-Kuchen – eine wahre philippinische Köstlichkeit.

Wer das «PAPA ORO's» betritt, wird von farbigen Fähnchen und Island Reggae, der Lieblingsmusik von Papa Oro, empfangen. Das Interieur mit vielen Details aus der philippinischen Heimat soll bei philippinischen Stammgästen Nostalgie wecken, aber auch einladend sein für alle, die teilen möchten. «Wir möchten einen Ort, der sowohl Heimkommen für Filipinos bedeutet als auch Offenheit für alle anderen ausstrahlt», bekräftigt Anja. Entsprechend gibt es wenig 2er-Tische. Stattdessen: 4er-Tische, lange Tafeln und eine Kinderecke. Gassenfest-Atmosphäre.

Die philippinische Küche

Besonders beliebt sind die traditionellen Rice Bowls, die mit einer Auswahl an Fleisch oder Tofu serviert werden, begleitet von gedämpftem weissen Reis, gebratenem Knoblauchreis oder Glasnudeln und frischem Gemüse. «Rice Bowls waren ein guter Einstieg für Menschen, die die philippinische Küche nicht kannten.» Denn es gibt nur wenige philippinische Restaurants in der Schweiz. Heute sind die Bowls das Herzstück des Menüs – mit Chicken Adobo, Pork Tocino oder Lechon Manok (Chicken mit Zitronengras).

Alles wird frisch gemacht. Auch die Frühlingsrollen, die mit Süsskartoffeln gefüllt sind – «wie bei uns zu Hause», schwärmt Anja. Für Vegetarier:innen und Veganer:innen bietet «PAPA ORO's» Optionen wie die Coconut Veggies – eine Mischung aus Gemüse in milder Erdnuss-Kokosnuss-Sauce – oder Chicken von planted. mit hausgemachter Sweet-Chili-Sauce. ​Ein weiteres Highlight sind die hausgemachten Bao Buns, gefüllt mit BBQ Pork Belly oder Crisyp Tofu. Auch die feinen Desserts von Mama Gie sollte man sich nicht entgehen lassen.

Familie hat Vorrang

Papa Oro kocht. Die Töchter Anja und Tatjana konzipieren, leiten und sind oft im Service anzutreffen. Leander, der Partner von Anja, ist Kaffee-Experte und Ken, der Partner von Tatjana, leitet die Filiale in Brugg mit. Die Mutter Virginia bäckt Ube-Kuchen – wie früher. Alle machen alles. Und trotzdem gibt’s klare Rollen. Konflikte? Klar gibt es die. Doch für diese Familie gilt:

Geschäft ist zweitrangig – hauptsache wir haben es als Familie gut.

Die Familie Guevarra plus Anhängsel.
Foto beigestellt
Die Familie Guevarra plus Anhängsel.

Auch die 30 Mitarbeitenden sehen sie als Teil dieser Familie. Es geht ums Miteinander. Und das spürt man.


Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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