Wo Spitzenkoch Roland Huber in Niederösterreich essen geht
Roland Huber gehört seit vielen Jahren zu den ganz Großen der österreichischen Kochszene. Uns hat er verraten, wo er und seine Frau Barbara selbst gern einkehren.
Falstaff: Sie sind ja in Hadersdorf umgeben von gutem Wein – gibt’s einen Heurigen, in den Sie gerne einkehren?
Roland Huber: Die »Weinbeisserei«, eh klar, aber wir haben da neulich was Neues entdeckt, das ist echt ein guter Tipp: der »Ilkerl Luf« am Rehberg in Krems. Einer der wenigen Heurigen abseits des Mainstreams. Das Essen ist ein bissl Asia-lastig und modern, nicht nur einfach Aufschnitt, und auch der Wein ist cool. Klar, es gibt Klassiker, aber er hat uns auch was eingeschenkt, das hat richtig nach Almdudler geschmeckt. Sein Freund ist außerdem Vertreter beim Joseph, das Brot passt dort also auch.
Heurige sind ja nicht immer offen – wenn’s was Verlässliches in der Gegend sein soll?
Das Gasthaus »Strasser Hof« in Straß. Das ist meine Sonntagskantine. Wenn’s langsam Mittag wird und keiner Bock hat, was zu kochen, fahren wir dorthin. Gutes Gasthausessen, schöner Garten, der Sohn arbeitet bei uns. Ich nehm dort immer das Steak mit Pommes, das ist mein Ausgleichsprogramm.
Und für die besonderen Anlässe?
Am Ende der Saison haben wir immer ein Essen mit allen Mitarbeitern, bevor die, die nur auf Saison da sind, weggehen – eine Art Abschlussfest, bei dem alle noch einmal z’samhocken. Vergangenes Jahr waren wir bei Marco Gangl im »Himmelreich« vom Weingut Fritz. 20 Minuten von uns, großes Menü, sehr gemüselastig, nur ein paar Tische, toller Wein. Die machen das richtig anständig!