»Zu Gast in Venedig«: So holt man sich die »Serenissima« auf den Teller
Christina Gräfin von der Pahlen und Petra Reski entführen mit Originalrezepten lokaler Restaurants an Sehnsuchtsorte und sammeln Geheimtipps der Köch:innen zu einer der schönsten Städte der Welt.
Sie wirkt wie ein Traum. Eine »vollstreckte Unmöglichkeit«, wie Autorin Petra Reski sie bezeichnet, die schwimmende Stadt im Spannungsfeld zwischen zeitloser Schönheit und Touristenmassen. Doch aller Gentrifizierung zum Trotz schlägt das Herz der Lagunenstadt noch, nämlich in ihrer Kulinarik. In den »versteckten, Bacari genannten Weinbars und Osterien« und denen »von allem Trubel um sie herum unberührten, meist über Generationen geführten Gasthäusern«, so Christine von der Pahlen. Die beiden Autorinnen wollen mit »Zu Gast in Venedig« die versteckte Seite Venedigs zeigen, die sich aus Zutaten vom Rialto-Markt speist und die über Jahrhunderte überliefert, gehegt und gepflegt wurde. Und das tun sie, indem sie in die authentischsten Restaurants der sechs Stadtteile entführen und den Köch:innen dort Rezepte entlocken, die die Seele der »Serenissima« einfangen.
Begonnen wird in San Marco, genauer gesagt im »Ristorante Club del Doge« im Hotel Gritti, wo ein Risotto – Venedig ohne Risotto, das geht nämlich nicht – zu Ehren Hemingways kredenzt wird. Und im »Ristorante Quadri«, das auch im Falstaff Restaurantguide Venetien als bestes Restaurant Venedigs hervorsticht, verrät der Executive Chef seine persönlichen Geheimtipps für die Stadt. In Santa Croce erfahren wir die Geheimnisse der »Fine Dining Renaissance« im »Glam« anhand von Aquarellen in Sauce. Im kleinen, südlich gelegenen Viertel Dorsoduro zeigen sich von der Pahlen und Reski begeistert vom »Lineadombra« und seiner atemberaubenden Terrasse, auf der Rote-Bete-Tortellini mit Kräuterseitlingen, begleitet von einer einmaligen Aussicht und einer exquisiten Weinauswahl, serviert werden. Und frei nach dem Motto »when in Rome«, sollte man eigentlich bei jedem Italienbesuch zumindest einem Weingut einen Besuch abstatten – das ist zumindest die Meinung dieser bescheidenen Autorin. Im Kochbuch empfiehlt das Autorinnen-Gespann an dieser Stelle das »Venissa«, das sich gemeinsam mit dem gleichnamigen Weingut auf der Isola di Mazzorbo befindet. Zum erlesenen Bianco gibt es Küche auf Sterne-Niveau, zum Beispiel gefüllte Ravioli mit Fischsuppe, Ingweröl und Seetangsalat. Ein absolutes Muss, auch zum Nachkochen.
In Santa Croce entdecken wir die Geheimnisse der »Fine Dining Renaissance« im »Glam«, wo Aquarelle in Sauce die Kunst des Genusses verkörpern. Im kleinen, südlich gelegenen Viertel Dorsoduro zeigen sich von der Pahlen und Reski begeistert vom »Lineadombra« und seiner atemberaubenden Terrasse, auf der Rote-Bete-Tortellini mit Kräuterseitlingen, begleitet von einer einmaligen Aussicht und einer exquisiten Weinauswahl, serviert werden
Abschließend verraten von der Pahlen und Reski ihre Empfehlungen für alle möglichen Bereiche und Ecken Venedigs. Bars und Bistros, Events und Aktivitäten für den perfekten Aufenthalt. Wen es nach in die Lagunenstadt verschlägt, der hat mit »Zu Gast in Venedig« einen formidablen Stadtplan in der Hand.
Drei Mal Pasta »alla Serenissima« aus dem Buch
Adressen
30124 Venedig
Italien
30124 Venedig
Italien
30135 Venedig
Italien
30123 Venedig
Italien
Info
Zu Gast in Venedig. Sehnsuchtsorte, Originalrezepte und Geheimtipps.
Christine Gräfin Pahlen
Callwey Verlag, 2024
240 Seiten
ca. 45 Euro
ISBN: 9783766727152