Biodynamische Weinbaukunst in Rheinhessen – »Weingut Martina Bernhard«
Das »Weingut Martina Bernhard« schafft Weine, die von Natur, Klima, Boden und dem umliegenden Ökosystem geprägt sind. Mit Neugier und Experimentierfreude werden sie hier voller Leidenschaft gekeltert.
Die junge Winzerin Martina Bernhard-Fazzi weiß ganz genau, was sie will – und zwar Weine mit klarem Lagenausdruck keltern, bei denen die Reben nach biodynamischen Prinzipien bewirtschaftet werden. Das heißt unter anderem: Im Weinberg sind synthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel aller Art komplett verboten.
»Ich möchte so arbeiten, dass meine Enkel und Urenkel in ein paar Generationen noch Weinbau betreiben können«, sagt die junge Mutter. »Zudem bin ich überzeugt davon, dass der Bioanbau die Weine aromatischer und ausdrucksstärker macht.« Eine Meinung, die sehr viele Fachleute teilen, weshalb viele Spitzenbetriebe in Deutschland und weltweit nach biologischen Richtlinien arbeiten.
Weil Martina Bernhard-Fazzi aber nicht nur starke Überzeugungen hat, sondern gleichzeitig sehr gut überzeugen kann, hat sich ihr Vater Jörg im Jahr 2017 darauf eingelassen, die Art der Bewirtschaftung in dem Familienweingut zuerst auf biologischen und dann auf biodynamischen Anbau umzustellen. Das war zu dem Zeitpunkt, als die Tochter nach ihrer umfangreichen weinbaulichen Ausbildung in den etwa 25 Hektar großen Betrieb im rheinhessischen Wolfsheim zurückkehrte. Rückblickend meint sie: »Für seine Offenheit bin ich ihm sehr dankbar.«
Mittlerweile ist Vater Jörg von den Ideen der Tochter ebenso angetan. Gemeinsam säen sie in den Weinbergen gezielt Klee- und Kräuterarten, die mit ihren Wurzeln den Boden auflockern, Nährstoffe eintragen und Nützlinge anziehen. Die Vitalität und Abwehrkräfte ihrer Reben unterstützen sie mit Stärkungsmitteln wie Hornmist, Hornkiesel und Pflanzentees, die sie teilweise selbst herstellen. Ziel ist es, die Reben zu stärken, damit sie widerstandsfähiger werden, parallel dazu soll die biologische Vielfalt in den Weinbergen gefördert werden – es ist ein ganzheitlicher Ansatz. »Das ist ein Langzeitprozess für Mensch und Natur, bei dem wir ständig dazulernen und jedes Jahr ein Stück weiterkommen«, sagt die Winzerin. Gleichwohl sind bereits viele unmittelbare Erfolge sichtbar – bei Verkostungen werden die Weine der beiden regelmäßig exzellent bewertet.
Die Klasse und aromatische Tiefe der Weine sind auch im 2024er Martina Bernhard Bio-Grauburgunder Riesling QbA klar zu spüren. Den Wein keltert sie mit befreundeten Gütern, die eine vergleichbare Philosophie haben. »Mit der Cuvée aus den beiden klassischen Rebsorten schaffen wir einen Wein, der leicht zugänglich ist, aber dennoch einen besonderen Pfiff hat«, sagt die Winzerin. Während der Grauburgunder Volumen und Kraft beisteuert, sorgt der Riesling für Frische und Zug. Die Reben wachsen auf fruchtbaren, von Kalk dominierten Böden, die Weinen stets eine gewisse Tiefe verleihen.
»Das Schöne an einer Cuvée ist, dass ich als Winzerin ungewöhnliche Wege gehen kann«, sagt Martina Bernhard-Fazzi. Ein Weg, der beim 2024er Bio-Grauburgunder Riesling QbA eindeutig in Richtung großer Genuss geht. Der Wein duftet vielseitig und fein nach reifem Apfel und Birne, dahinter liegen Aromen von feinen Zitrusfrüchten sowie eine Spur Haselnuss. Am Gaumen sorgt eine lebendige Säure – der Riesling meldet sich zu Wort – für Zug, der Wein hat einen schönen Schmelz und ist ausgesprochen griffig. »Ich wollte einen Wein keltern, der in jeder Beziehung gut zugänglich ist und der vielen Menschen Freude macht«, sagt Martina Bernhard-Fazzi. Keine Frage, das ist der jungen Winzerin eindrucksvoll gelungen.
»Exklusiv« in den ALDI SÜD-Filialen
2024 Martina Bernhard – Bio--Grauburgunder Riesling QbA
89+ von 100 Falstaff-Punkten*
Feiner Duft nach reifem Apfel, etwas Birne, Haselnuss, dahinter eine Spur Zitrusfrucht, vielseitig. Am Gaumen mit lebendiger Säure, schöner Schmelz, Apfel und Mandarine zeigen sich, griffig, spannende Kombination der beiden Rebsorten, hat eine gute Länge, prima bei Tisch, aber auch solo.
2022 Amarone della Valpolicella DOCG
91 von 100 Falstaff-Punkten*
Etwas Neuholz, Karamell, Tomatenmark, Süßkirsche, Rote Johannisbeere und Holunder. Der Wein ist ölig grundiert und hat eine scharf kontrastierende, lebendige Säure, der Gerbstoff ist straff und von korrekter Reife, erweckt den Eindruck weiteren Potenzials für die Flaschenreife. Ein typischer und in sich durchaus stimmiger Amarone.
88+ von 100 Falstaff-Punkten*
Farbkräftig. Ein sehr klarer und fruchtintensiver Duft: Schwarzkirsche, Amarenakirsche, schwarzer Pfeffer. Im Mund zeigt sich der Wein kraftvoll mit geschmeidigem Fond und einer sehr dichten, feinkörnigen, allerdings auch leicht adstringierenden Gerbstofffracht. Braucht Essen, um die rauen Aspekte einzubinden.
2024 ANTICO FORTE – Bio Primitivo IGT
88+ von 100 Falstaff-Punkten*
Duft nach reifer, schwarzer Kirsche, Brombeergelee, Heidelbeere, dahinter zarte Kräuterwürze und eine Spur Eukalyptus. Am Gaumen mit saftigen, fließenden Gerbstoffen, verhaltene Säure, eine zarte Süße ist spürbar. Wieder Kirsche und Brombeere, guter Trinkfluss, mittlere Struktur und Länge.
2024 Frank Achenbach – Bio--Weißburgunder QbA
88+ von 100 Falstaff-Punkten*
In der Nase Apfel, knackige Birne, etwas Quitte sowie eine zarte Kräuterwürze. Am Gaumen mit lebendiger, wohltemperierter Säure, Zitrusfrische, grüner Apfel, unbeschwert-direkte Art, endet frisch, vielseitig einsetzbar.
* Testergebnisse zu den Weinen auf falstaff.de
Weitere Informationen finden Sie online unter aldi-sued.de/wein.