Griechisches Olivenöl im Falstaff-Check
Der Ölbaum galt im antiken Griechenland als heiliger Baum der Athene. Olivenöl ist demnach ein hohes griechisches Kulturgut. Im Test: Die Kategorie Nativ Extra.
Die Griechen sind stolz auf ihr Olivenöl. Wie auch die Italiener auf ihres. Gerne einmal entbrennt ein Streit zwischen den beiden Völkern, wer nun wem mehr Oliven liefert, um damit dann original griechisches oder original italienisches Öl zu pressen. Diese Gemische gibt es tatsächlich. In unserem Test haben wir uns daher ausschließlich auf rein griechisch deklarierte Öle konzentriert. In Griechenland wächst eine Vielzahl an Olivensorten. Am beliebtesten für die Produktion von Öl sind die Koroneiki-Oliven, die auch die Basis der meisten griechischen Olivenöle ausmachen. Das Siegerprodukt von olive joy wird allerdings aus Manaki-Oliven gewonnen, die zu den ältesten, aber auch seltensten Kultursorten des Landes gehören. Sie zeichnen sich durch einen fruchtigen Geschmack, wenig Säure und eine pfeffrige Note aus.
Die Jury
Getestet wurden ausschließlich Olivenöle der Kategorie »Natives Olivenöl Extra«. Verkostet wurde nach Optik, Geruch, Mundgefühl und Gesamteindruck. Was beim Test sehr deutlich wurde: Auch bei geübten Verkostern gehen die individuellen Geschmäcker weit auseinander. Lieben die einen die pfeffrige Schärfe oder die deutliche Bitterkeit eines Öls, stören sich andere genau daran. Tatsächlich eignen sich verschiedene Öle auch für verschiedene Speisen: Zu Salat passt ein mildes Öl, während Ziegenkäse oder Halloumi mehr Schärfe vertragen und Fisch eine zitronige Note. Der Preis des Olivenöls ist für seinen Geschmack nicht immer ausschlaggebend, wobei das Sieger-Öl auch das eindeutig teuerste im Test war.
* Bei der Reihung wurden die Nachkommastellen berücksichtigt.
Die Proben wurden anonym eingekauft. Die Auswahl der Produkte und Märkte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.