Mit Rosé den Rhein erleben
Der Rüdesheimer Winzer ist für seine Rieslinge weltberühmt – doch er kann auch Burgundersorten und ganz besonders Rosé.
Die von Johannes Leitz gekelterten Top-Rieslinge aus den besten Lagen am Rhein sind legendär, ihre Bewertungen grandios. Und mit der gleichen Hingabe, mit der er sich seinen weltweit berühmten Spitzenprodukten widmet, kümmert sich der Winzer um seine Basisweine.
Mir ist es wichtig, im preislichen Einstiegsbereich exzellente Qualität zu bieten. Ich möchte neben kostbaren Spitzenprodukten auch Weine keltern, die unsere Region prima repräsentieren, Freude bereiten und erschwinglich sind.
– Johannes Leitz, Winzer
Eine bodenständige Herangehensweise, die zu dem sympathischen Winzer nicht nur perfekt passt, sondern sich auch als sehr erfolgreich erwiesen hat: Johannes Leitz ist es gelungen, den Rüdesheimer Familienbetrieb, den er im Jahr 1985 im Alter von 21 Jahren übernommen hat, zu einem absoluten Topweingut zu formen, große internationale Erfolge inklusive. Die Weine von Johannes Leitz stehen in Norwegen und Schweden genauso im Regal wie in England und den USA – sowie in etwa 30 weiteren Ländern.
»Für mich ist es eine Bestätigung unserer Arbeit, dass wir uns auf internationalen Märkten behaupten, denn die Konkurrenz ist dort sehr groß.« In seinem Streben nach Qualität kennt der umtriebige Winzer keinen Stillstand. »Im vergangenen August haben wir mit der Umstellung auf Bioanbau begonnen«, erzählt Johannes Leitz. »Das ist in unserer Gegend aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht einfach, aber wir versprechen uns davon eine weitere Verbesserung.«
Auch wenn Johannes Leitz – wie im Rheingau üblich – hauptsächlich die Rebsorte Riesling kultiviert, versteht er sich ebenfalls bestens auf den Umgang mit Burgundersorten, wie sein 2025er LEITZ, Pinot Noir Rosé QbA eindrucksvoll belegt. Der Wein schimmert zart lachsfarben im Glas, im Duft zeigen sich rote Beeren, Kirsche ist dabei, aber auch Himbeere, das ist alles sehr fein. Am Gaumen ist der Rosé wunderbar saftig, elegant und geschmeidig, sanfter Druck trägt in den langen Abgang.
»Die Trauben für den Wein bekommen wir von Winzern aus dem benachbarten Rheinhessen, die nach unseren Vorstellungen arbeiten«, erklärt Johannes Leitz. »Der sandige Lehm-Lössboden ist dort ideal für Pinot Noir.« Leitz lässt den aus vollreifem und absolut gesundem Lesegut gewonnenen Most bei niedrigen Temperaturen in Edelstahlfässern vergären, in diesen Gebinden darf der Wein danach reifen, auf diese Art werden Frische und Fruchtigkeit betont. Wie sagt Johannes Leitz? Er wolle Weine keltern, die Freude bereiten. Keine Frage: Das ist ihm mit dem 2025er LEITZ, Pinot Noir Rosé QbA perfekt gelungen!
2025 LEITZ Pinot Noir Rosé QbA
88 von 100 Falstaff-Punkten
Lachsfarben. Leicht pfeffrig im Duft, auch rote Beeren. Und Apfel, Apfelschale und florale Untertöne. Der Gaumen hat zwei Pole: eine etwas herbe Stoffigkeit und eine süßliche Geschmeidigkeit. Der vergleichsweise kräftige Alkohol verleiht Druck.
€ 4,99
89 von 100 Falstaff-Punkten
Helles Rosa. Duft nach frisch zerstoßener Waldhimbeere, Sauerkirsche und feiner Kräuterwürze mit Minze und Melisse. Am Gaumen sorgt lebendige Säure für Zug, angenehme Griffigkeit, Grapefruit und Limette sind präsent, später auch Sauerkirsche sowie ein Hauch Cassis, direkt und ansprechend, gut zum gegrillten Fisch, aber auch als Aperitif.
€ 5,49
88 von 100 Falstaff-Punkten
Ein sehr intensiver Muskatduft strömt aus dem Glas, leicht zitrisch, aber auch geradezu parfümiert, Lavendelhonig, dann auch mit aufkommenden Reifearomen, Karamell, Brotkrume. Schließlich auch schwarzer Pfeffer. Im Gaumen setzt der Wein eher schlank an, wirkt in Süße und Säure vergleichsweise zurückgenommen, bleibt aber homogen aromatisch im Gaumenverlauf. Eine Prise Kohlensäure verstärkt den Eindruck der Frische. Der Wein endet kompakt und harmonisch.
€ 2,49
89+ von 100 Falstaff-Punkten
Der Duft zeigt sehr reifes Lesegut an: Rumrosinen, Herzkirsche, Milchschokolade, alles in einem Zustand der ersten Flaschenreife. Die dichten Gerbstoffe sind gut in einen geschmeidigen, leicht süßen Fond eingebettet, sie adstringieren nicht, zeigen aber trotz der Flaschenreife noch leicht vegetale Nebentöne. Kraftvoller Wein, gut zu pikanten, reichen Speisen.
€ 5,39
88 von 100 Falstaff-Punkten
Intensiver Duft nach reifen roten und schwarzen Früchten, Süßkirsche, Brombeermarmelade, reife Pflaume, dahinter etwas Zimt und Nelke. Am Gaumen mit griffigem Gerbstoff und milder Säure, wieder zeigen sich reife rote Früchte mit Kirsche und Pflaume, dazu etwas Tomatenstängel, zarte Süße. Zugänglicher Wein mit mittlerer Länge.
€ 3,69