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Neue Emojis: Die Essiggurke hat's geschafft

Gemüse
Gurke
Fermentation

Die eingelegte Gurke erhält ihr eigenes Emoji und zieht damit an zahlreichen Spezialitäten vorbei. Von Spargel bis Schnitzel: Diese Gerichte fehlen auf der Smartphone-Tastatur noch immer.

Wer auf dem Smartphone über Essen schreibt, kann längst aus Hunderten Symbolen wählen. Pizza, Croissant, Sushi oder auch Fondue gehören seit Jahren zum Standard. Dennoch gibt es auf der Emoji-Tastatur noch erstaunliche Lücken. Eine davon wird nun geschlossen: Mit Unicode 18.0 erhält die Essiggurke erstmals ein eigenes Emoji – unabhängig von der bislang verfügbaren Salatgurke.

Die neuen Symbole sollen voraussichtlich ab 2027 schrittweise auf Smartphones und Messenger-Diensten wie WhatsApp oder iMessage erscheinen, sobald Apple, Google, Samsung und andere Hersteller ihre Betriebssysteme entsprechend aktualisieren.

Warum die Essiggurke?

Bislang musste das Gurken-Emoji sowohl für frische Salatgurken als auch für eingelegte Gurken herhalten. Mit der neuen Unicode-Version wird künftig klar zwischen beiden Lebensmitteln unterschieden.

Verantwortlich für die Auswahl neuer Emojis ist das Unicode Consortium. Jennifer Daniel, Vorsitzende des Emoji-Unterausschusses, begründet die Entscheidung auf ihrem persönlichen Blog damit, dass Gurke und Essiggurke schließlich zwei unterschiedliche Lebensmittel seien – genauso wie künftig auch Komet und Meteor oder verschiedene Schmetterlingsarten eindeutig voneinander getrennt werden.

Das sind die neuen Emojis

Neben der Essiggurke umfasst Unicode 18.0 insgesamt neun neue Symbole. Hinzu kommen ein brechendes Smiley-Gesicht, ein linker und ein rechter Daumen, ein Monarchfalter, ein Kescher, ein Leuchtturm, ein Meteor sowie ein Radiergummi.

Trotz mittlerweile fast 4.000 Emojis ist die Auswahl an kulinarischen Symbolen längst nicht vollständig. Gerade Spezialitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bislang kaum vertreten. Vor allem regionale Spezialitäten bleiben bislang unsichtbar. Bei Gerichten wie Spargel, Maultaschen, Käsespätzle, Kaiserschmarrn – oder sogar auch Weißwein, besteht weiterhin Nachholbedarf.

Der Grund: Ob es ein Gericht auf die Smartphone-Tastatur schafft, entscheidet das Unicode Consortium. Vorschläge können grundsätzlich von jeder Person eingereicht werden, müssen jedoch strenge Kriterien erfüllen – etwa eine hohe weltweite Relevanz und einen langfristigen Nutzen.

Fest steht: Mit der Essiggurke wächst die digitale Speisekarte um einen weltweiten Klassiker. Welche Spezialität als Nächstes folgt, bleibt abzuwarten.


Redaktion
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