Sea Grapes, Algen und Co.: Superfood aus dem Ozean kann definitiv mehr
Die Algenart ist mehr als ein kulinarischer Trend, sie kann dem Körper richtig guttun und diesen auf unterschiedlichste Weise unterstützen.
Ob fixer Bestandteil in der Küche oder Zusatzstoff in der Kosmetik: eine Pflanze die vielseitiger ist als die Alge wird selten zu finden sein. Das Multitalent aus dem Meer gewinnt zunehmend an Bedeutung – sowohl in kulinarischer Hinsicht als auch in der Schönheitsindustrie. Diese nährstoffreichen Meerespflanzen, die in verschiedenen Formen wie Wakame, Nori oder Spirulina zu finden sind, enthalten nicht nur eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen – sie liefern auch wertvolle Antioxidantien, die für den Körper äußerst bedeutsam sind. Vielleicht finden die Algen gerade aus diesem Grund in der Küche vielfältige Anwendung als Zutat für Salate, Suppen, Bowls oder Smoothies.
Während Wakame-Algen häufig als Salat serviert werden, sind uns Nori-Algen, die in Maki- und Temaki-Rollen, neben getrocknetem Seetang, wohl die bekanntesten Algenarten. Dank ihrer vielfältigen Einsetzbarkeit können die Meerespflanzen beispielsweise auch zu einer neuen Form der Spaghetti Carbonara, als würziger Pizzabelag oder zu einem innovativen Burger zubereitet werden. Kurzum: Algen erlangen in unseren heimischen Küchen immer mehr Wichtigkeit. Da kommt eine Algenart, die zwischendurch als schneller Snack genossen werden kann doch wie gerufen – oder? Auftritt der Sea Grape (zu deutsch »Meerestraube«).
Hype um Alge
Ursprünglich stammt die Algenart aus südostasiatischen Gewässern und erinnert in der Tat an kleinere Weintrauben. Die perlenartigen Algen sind allerdings nicht nur aufgrund ihres Aussehens oder ihrer knackigen Textur interessant – ihr Geschmack wird außerdem als frisch und fallweise auch als intensiv beschrieben. Zugegeben die Sea Grapes erfahren derzeit durch Social Media einen Boom – trotzdem sollte das ihre nachgesagte Wirkung auf unseren Körper nicht schmälern. Die Algenart gilt als Vitaminbombe, die unser Immunsystem mit wertvollen Mineralstoffen und Antioxidantien versorgt.
Und wie schmecken die »Meerestrauben«? Nun ja, hier gehen die Meinungen wohl auseinander. Denn während manche den Geschmack der Alge als fast schon »widerlich« bezeichnen, ist er für andere Genießer:innen mild und erfrischend mit einer überraschenden Umami-Note. Gerade aufgrund dieser milden Note sollen sich Sea Grapes als ideale Zutat für unterschiedlichste Gerichte nutzen lassen. Auf Social Media Kanälen werden die Sea Grapes nicht nur pur sondern auch in Kombination mit Sojasauce, Thaisauce, Ketchup und Mayonnaise oder auch Honig getestet. Vor allem für Social-Media-Nutzer:innen sind die Algen aufgrund ihrer perlenartigen Struktur und der leuchtend grünen Farbe besonders beliebt – somit werden sie zum unleugbaren Eyecatcher auf Fotos und Videos.
Im Allgemeinen bieten Algen ein wertvolles Nährstoffprofil: Sie sind kalorienarm, dafür jedoch reich an Proteinen, ungesättigten Fettsäuren, Mineralsalzen, Vitaminen und Spurenelementen. Meerestrauben, auch als »Grüner Kaviar« bekannt, haben zusätzlich ein starkes antioxidatives Potenzial. Mit ihrer besonderen Struktur – kleinen, runden Kügelchen, die traubenartig an einer Rispe hängen – bieten sie einen leicht salzigen Geschmack und platzen auch im Mund, ähnlich wie Fischeier. Ob als Snack, Salat-Topping oder exotische Zutat: Sea Grapes bringen nicht nur Frische und Nährstoffe, sondern auch ein besonderes Geschmackserlebnis auf den Teller.