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© Ingrid von Hoff

Trauer um Bar-Ikone: Uwe Christiansen gestorben

Barkeeper
Nachruf

Er war einer der ganz Großen der deutschen Barszene und hat die Branche seit Jahrzehnten geprägt. Nun ist Uwe Christiansen überraschend nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben.

Er betrieb mit der »Bar Christiansen‘s« oder dem »Herz von St. Pauli« mehrere Kult-Adressen in Hamburg, mixte auf Kreuzfahrtschiffen wie der »Queen Mary 2«, war Autor mehrerer Cocktailbücher, stellte seine Expertise als Juror bei diversen Spirituosenwettbewerben unter Beweis, entwickelte eigene Liköre und kreierte einst für seinen Kumpel Udo Lindenberg einen Eierlikör sowie einen eigenen Drink. Zudem wurde er als »Gastgeber des Jahres« ausgezeichnet, war Geschäftsführer des Spielbudenplatzes sowie Mitglied der IG St. Pauli.

Am Montag erlag Uwe Christiansen nun überraschend einem Hirninfarkt. Er habe sich vergangenen Donnerstag noch selbst mit dem Taxi in die Hamburger Asklepios-Klink begeben, da er einen Schwächeanfall vermutete, sei dort aber einen Tag später ins Koma gefallen. Gegenüber seinem Bruder sollen die Ärzte daraufhin kaum mehr Hoffnung auf Genesung geäußert haben. Zuletzt habe der 65-jährige Christiansen, der seit seinem 18. Lebensjahr hinter dem Tresen stand, etwas kürzertreten wollen und auch über den Verkauf seiner Bar »Christiansen’s« am Hamburger Pinnasberg nachgedacht haben. Der Hamburger Kiez und die Bar-Branche trauert um einen guten Freund, einen der besten und bekanntesten Barkeeper des Landes und einen begnadeten Gastgeber.


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Alexander Thürer
Alexander Thürer
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