Von erfolgreichen Projekten lernen und gemeinsam die Ernährung in Österreich verbessern.
© Klaus Ranger / FGÖ
Klimafreundlich essen? Wie das möglich ist, zeigt der Fonds Gesundes Österreich
Die 25. Gesundheitsförderungskonferenz des FGÖ macht die Auswirkungen von bewusster Ernährung nicht nur auf die Gesundheit von Menschen, sondern auch auf das Klima zum Thema.
von redaktion
01. Juli 2023
Täglich treffen Gastronom:innen Entscheidungen, die mit Ernährung in Verbindung stehen – sei es beim Einkauf oder bei der Speisenwahl für Gäste. Viele dieser Entscheidungen haben dabei auch Einfluss auf die Umwelt und das Klima, weshalb der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) bei seiner 25. Gesundheitsförderungskonferenz unter dem Titel »Gesund und klimafreundlich essen« das Thema aufgriff. Ziel der Konferenz war es, die Rolle der Ernährung im Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen zu erläutern. Expert:innen sprachen dazu, Projekte und Maßnahmen wurden vorgestellt. In den Beiträgen des ersten Tages der Konferenz wurden die Zusammenhänge rund um das Thema Ernährung erläutert. Der zweite Tag widmete sich der Rolle der Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung in der Gesundheitsförderung, der Ernährungskompetenz und den Trends in der Ernährung.

Nachhaltige Ernährungssysteme
Im Zusammenhang mit ihrem Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen hat Speakerin Stephanie Wunder die planetaren Grenzen und den erheblichen Einfluss der Landwirtschaft auf das Klima aufgezeigt. Einige Zahlen: 80 Prozent der globalen Entwaldung gehen auf die Landwirtschaft zurück. 52 Prozent der landwirtschaftlichen Produktionsfläche ist bereits degradiert. Und 70 Prozent des Süßwassers wird von der Landwirtschaft für Bewässerung genutzt.
Die Menge an Treibhausgasemissionen ist bei der Produktion tierischer Lebensmittel erheblich höher als bei der Herstellung von pflanzlichen Lebensmitteln. Im Sinne einer klimafreundlichen Ernährung wäre es also von Vorteil, den Konsum tierischer Lebensmittel zu reduzieren. Stattdessen sollte man öfter und mehr zu Gemüse und anderen pflanzlichen Lebensmitteln greifen. Auch die Gesundheit kann von einem reduzierten und bewussteren Fleischkonsum profitieren.
Ein Round-Table-Gespräch mit namhaften Expert:innen aus der Gesundheitsförderung komplettierten das Programm. Johannes Rauch, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, betonte im Rahmen der Eröffnung: »Was und wie wir essen hat gesundheitliche und soziale Auswirkungen und beeinflusst direkt unsere Umwelt. Das Ernährungssystem gehört zu den großen Treibern des Klimawandels.« Daher bedürfe es einer Transformation, um eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise zu ermöglichen.
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