Bis zu 20 Prozent mehr: Wiener Gemüse wird teurer
Die steigenden Energie- und Transportkosten treffen Wiens Landwirtschaft. Konsument:innen sollen bald mehr für heimisches Gemüse zahlen.
Der Krieg im Iran hat Folgen bis auf die Felder rund um Wien. Wie der ORF Wien berichtet, steigen die Produktionskosten für heimische Landwirtschaft deutlich. Eine Entwicklung, die sich auch preislich im Supermarkt bemerkbar machen dürfte. Laut der »Wiener Landwirtschaftskammer« liegen die Mehrkosten derzeit bei 15 bis 20 Prozent. Kammerpräsident Norbert Walter spricht von einer Entwicklung, deren Ausmaß noch nicht endgültig abschätzbar sei, die aber bereits deutlich spürbar ist.
Schwierige Zeiten
Die höheren Kosten werden nun an die Konsument:innen weitergegeben. Josef Peck von der Erzeugergemeinschaft »LGV Sonnengemüse« rechnet mit einem unmittelbaren Preisanstieg im Handel. Da viele Produkte zu Wochenpreisen verkauft werden, dürften die Preise ab sofort steigen – und zwar auf unbestimmte Zeit. Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel gelten als schwierig. Große Supermärkte halten sich mit Stellungnahmen bislang zurück. Importware könnte noch stärker betroffen sein, da zusätzlich Transportkosten ins Gewicht fallen. Dennoch dürfte auch in Wien bald mehr für frisches Gemüse zu zahlen sein.
Die Entwicklung betrifft nicht nur Gemüse. Auch beim Wiener Wein rechnen Branchenvertreter:innen mit steigenden Preisen. Höhere Kosten für Flaschen, Etiketten und Energie schlagen auch hier durch. Spätestens im Herbst dürfte sich diese Entwicklung im Verkaufspreis niederschlagen.