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@ Nikola Stojkovic

Kübey bringt anatolische Tapas an den Rudolfsplatz

Türkei
Vorspeise
Mediterrane Küche

Das Team des »Kübey« bringt in der Wiener Innenstadt eine junge Version der türkischen Küche auf den Tisch. Das Angebot wird durch eine ambitionierte Getränkekarte abgerundet.

Türkische Küche wird in Österreich gerne auf Döner Kebab und Systemgastronomie reduziert. Dass das nicht stimmt, zeigt eine Neueröffnung in der Wiener City: Murat »Efe« Ankun und seine Partner:innen wollten mit der anatolischen Tapasbar »Kübey« mal »etwas Neues mit der türkischen Küche« machen.  

Das Anrichten mehrerer Gerichte in der Tischmitte gilt in der Türkei als Inbegriff der Gastfreundschaft, alles, was auf den Tisch kommt, wird geteilt. Unter dem Begriff »Meze« werden Vorspeisen oft in kleinen Schalen serviert und gemeinsam genossen. Es gibt kalte und warme Variationen, die an spanische Tapas erinnern. Genau bei dieser Ähnlichkeit setzt das »Kübey«-Team an: »Es ist alles zum Teilen gedacht, das hat in der Türkei lange Tradition.« 

Geteilter Genuss

Die meisten Speisekarten in türkischen Restaurants gleichen einander sehr. Dabei ist die türkische Küche so vielfältig, argumentiert Ankun im Gespräch mit Falstaff. Zu den Gäste-Favoriten zählen etwa »Tarator« aus gegrillten Karotten, Joghurt, Walnüssen und Senfkaviar oder »Arafta«, eine pikante Sauce aus frischen Kräutern, Pinienkernen und Blaubeeren. Bei den warmen Gerichten wird »Ali Nazik«, also mariniertes Lamm mit geräucherter Melanzani, Miso-Joghurt, Granatapfelmelasse samt Süßkartoffelchips gerne bestellt. Ankuns liebstes Gericht auf der Karte sind die »Manti«, serviert mit  Minzjoghurt und Tomatensauce.  

Auch die Getränkekarte muss sich nicht verstecken. Ankun hat lange in der »Needle Vinyl Bar« gearbeitet und zeichnet auch im »Kübey« für die Getränke verantwortlich. Zu den »Kübey«-Signatures zählen etwa der »Anatolian Sour« mit Raki, Granatapfelmelasse, Zitrone, Honig und Minze oder der »Misty Kardamom« mit Gin, Zitrone, Rosmarin- und Thymian-Sirup und Kardamom-Espuma. Der Wein kommt vom Weinhändler »Weinskandal«, der für seine große Auswahl an Naturweinen aus biodynamischem und nachhaltigem Anbau bekannt ist.

 

Für Ankun war es immer eine großartige Erfahrung Gastgeber zu sein, weshalb im »Kübey« Wert daraufgelegt wurde, dass die Gäste ein schönes Gesamterlebnis haben. Freunde haben geholfen, das »Kübey« zu dem werden zu lassen, was es heute ist. Für das Interieur war eine befreundete Architektin vom Studio »Piknik Works« aus Ankara zuständig. Figuren aus Terracotta wurden von der Keramikkünstlerin Bilge Sayarlıoğlu eigens für das Lokal angefertigt. Sie sind der Eyecatcher beim Betreten des Lokals. »Die Figuren symbolisieren die Mutter Erde, die auch unsere Namensgeberin ist«, so Ankun.  

Faible für Analoges

Es wird viel mit Licht gearbeitet, eine Holzvertäfelung erinnert an das Wiener Gasthaus, das vor der Übernahme in der Location war. Das Gewölbe wurde während den Renovierungsarbeiten freigelegt: »Es war ein Geschenk des Lokals an uns.« Ankuns persönliches Herzstück im Restaurant ist der Plattenspieler, er ist ein Fan von allem Analogen: »Ich hatte von Anfang an Playlists für das Lokal im Kopf. Unsere moderne türkische Küche wird von türkischem Jazz und Musik begleitet.«  

INFO

Rudolfsplatz 3, 1010 Wien
instagram.com/kubey.vienna



Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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