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© Teo Della Torre

Poco in Wien: Londoner »Dinner for One Hundred« erobert den Spittelberg

Wien
Neueröffnung
London
Pizza

Aus einem improvisierten Pizza-Abend in einem Londoner Garten wurde »Dinner for One Hundred« in London. Jetzt kommt das Konzept unter dem Namen »Poco« nach Wien-Neubau.

Dass »Dinner for One Hundred« (D4100) eines Tages zu einer solchen Größe wachsen würde, hätte wohl kaum jemanden mehr überrascht als die beiden Gründer Jake Bucknall und Jacob Stuttard: »Das hat als Abendessen für hundert Menschen in einem Garten begonnen«, erzählen die beiden im Gespräch mit Falstaff. Es ist der Eröffnungsabend des »Poco« am Spittelberg. Denn ihr Konzept hat seinen Weg von London nach Wien gefunden. Im Erdgeschoss des Boutiquehotels »Miiro SpittelBerg« haben die beiden mit dem »Poco« eine Pizzeria eröffnet, die sich auch als Grätzltreff versteht.

Bucknall und Stuttard sprechen von einem »Vibe«, den sie im siebten Bezirk gespürt haben: »Wir haben uns gedacht: Wenn wir das in London schaffen, warum dann nicht auch in Wien?« Statt Wien-Klischees gibt es eine Mischung aus Londoner Signature-Dishes und lokalen Einschüben – etwa eine Käsekrainer als »Emergency«-Snack für die späte Stunde.

Pizzaiolo Giuseppe Tornasello, zuvor bei »Pizza Mari« und »Pizza Randale«, ist fix im »poco« stationiert – Bucknall und Stuttard machen sich nach der Eröffnung nämlich wieder auf den Weg zurück nach London. Tornasello setzt auf einen klassischen, neapolitanisch angehauchten Teig, 48 Stunden fermentiert, mit spezieller Mehlmischung: »Der Teig ist weich, aber trotzdem kross und hat einen anderen Biss«, sagt er. Die Produkte kommen großteils aus Italien.

Tornasello davon zu überzeugen, Hot Honey auf die Pizza zu geben, dürfte laut den Londonern eine Herausforderung gewesen sein. Dieser ist aber wesentlicher Bestandteil der Signature-Pizza »MacGyver«: Chorizo, Whipped Feta und Hot Honey. Die »Spittelberg«-Pizza kommt mit gelber Tomatensauce, Fior di Latte, Salsiccia, Nduja und karamellisierten Zwiebeln. Tornasellos Favorit ist die »Deliziosa« mit Parmesan, Oliven, halbgetrockneten Tomaten und Stracciatella. Ungewöhnlich in Wien, aber im angelsächsischem Raum üblich: Dips für die Pizza. Dreierlei stehen zur Auswahl, nämlich Zitrone-Rosmarin, Nduja und Trüffel. Laut Stuttard sind die Dips die »perfekte Ergänzung zur Pizza.«

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Neben den Pizzen finden sich auch Italo-Klassiker wie Carpaccio, Vitello Tonnato oder Parmigiana auf der Karte. Als süßen Abschluss gibt es Banoffee Pie oder Tiramisu. Die Gerichte sind alle zum Teilen gedacht, die Pizza wird auch in die Mitte des Tisches platziert. Das Team möchte sich von klassischen Hotelrestaurants abheben und auch ein »Treffpunkt für die Leute aus der Umgebung sein.«

In London haben sich die beiden nicht nur wegen ihrer Pizzen, sondern auch wegen ihrer Themenabende einen Namen gemacht. Singles Night, Community Dinners oder Vinyl-Abende. Der eigentliche Kern von »D4100« ist die Atmosphäre, Stuttard und Bucknall geht es nicht nur »um die Pizza allein. Es sind die Menschen, die ein gutes Event ausmachen.« Auch in Wien ist das Programm bereits angelegt: DJ-Pult, Vinyl-Abende, Pop-ups. Kooperationen mit anderen Betrieben sind in Planung.


Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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