Vier Grusel-Orte in Salzburg, die man zumindest ein Mal gesehen haben sollte
Die Mozartstadt kann sehr unheimlich werden, wenn man sich nur traut. Falstaff hat nicht nur schaurige, sondern auch kulinarische Tipps parat - denn vor dem Abenteuer braucht man ganz sicher eine Stärkung.
Der Aigner Park, östlich des Schlosses Aigen gelegen, existiert bereits seit dem Jahr 1780. In seinen Anfangsjahren war der Park als eine Art Freilichtmuseum für die Adligen bekannt. Später wurde er vor allem von Künstlern frequentiert, die zwischen den verworrenen Wegen, Aussichtspunkten und Schluchten zusammenkamen. Zahlreiche Maler und Schriftsteller betrachteten den Weg vom Aigner Park zum Gaisberggipfel als eine Art spirituelle Reise, die sie in ihren Werken festhielten.
Heutzutage sind noch viele Spuren der ursprünglichen Gestaltung des Parks zu finden: Dazu gehören die Gilowskyhöhle, eine marmorne Umrandung für einen Brunnen aus der Zeit des Heilbades, die Kanzel, die Jägerhöhe, die steinerne Schleusenbrücke und natürlich die Untere Grotte, die auch als das »Hexenloch« bekannt ist. Stärken kann man sich zuvor im »Schloss Aigen«.
Grab der sieben Kreuze
Das Stift St. Peter wurde im 7. Jahrhundert gegründet und gilt als das älteste noch bestehende Kloster im DACH-Raum. Neben den markanten christlichen Bauten sollte man auch den Petersfriedhof gesehen haben. Der Friedhof ist mit höchster Wahrscheinlichkeit gleich alt wie das Kloster St. Peter selbst, geht also auf die Zeit um das Jahr 700 zurück. Am 9. Dezember 1878 wurde eine Bekanntmachung erlassen, die besagte, dass der Friedhof nicht mehr für Beerdigungen genutzt werden sollte. Dies geschah, weil zu dieser Zeit der Kommunalfriedhof in Salzburg als der einzige Friedhof der Stadt betrachtet wurde. Allerdings hat man zu dieser Zeit noch nicht erkannt, welche Auswirkungen die Aufgabe des Friedhofs auf das Stadtbild haben würde. Bereits um das Jahr 1900 herum begannen jedoch deutliche Anzeichen des Verfalls sichtbar zu werden.
Das Grab der sieben Kreuze ist von besonderen Legenden umhüllt. Es beherbergt die Ruhestätte eines Ehepaars, ihres Sohnes und vier seiner insgesamt fünf Ehefrauen. Eine alte Erzählung besagt, dass der Sohn jeder seiner Ehefrauen schließlich überdrüssig wurde und sich ihrer entledigt hat.
Um die Nerven wieder zu beruhigen, geht man am besten ins heimelige Ambiente des »St. Peter Stiftskulinarium«, dessen historische Wurzeln weit in die Geschichte zurück reichen. Der sagenumwobene Ort zählt zu den ältesten Mauern Salzburgs und seit über 1200 Jahren werden im St. Peter Stiftskulinarium Gastlichkeit und Weinkultur gelebt.
Die leere Hülle
Spaziert man danach weiter in Richtung Innenstadt, sollte man kurz vor dem Dom besonders auf der Hut sein. Denn dort hat sich »Pietá« von Anna Chromy positioniert. Betrachter können in der hohlen Figur den Tod sehen – oder das Gegenteil, nämlich das, was bleibt. Am Sockel steht: »Die leere Hülle als Symbol dessen was uns überlebt: die Liebe, die wir gaben, die Werke, die wir schufen, das Leid, das wir erdulden.« Der leere Mantel oder »Cloak of Conscience« ist das populärste Werk der Künstlerin, weitere Werke befinden sich in Prag, Athen oder Monaco. Den Auftrag dazu hatte sie von Erzbischof Georg Eder bekommen, die Inspiration stammt aus Mozarts »Don Giovanni« und Hugo von Hofmannsthals »Jedermann«.
Wen es jetzt noch nicht genug gruselt, der sollte eine Runde bei Dunkelheit durch den Hans-Donnenberg-Park in Nonntal spazieren. Ganz unscheinbar und ohne Wegweiser steht man plötzlich vor dem ehemaligen Soldaten-Friedhof. Begraben sind dort gefallene aber auch in den Ruhestand gegangene und verstorbene Soldaten des Erzherzog-Rainer Regiments. 2127 Soldaten sind in der im Kreis angeordneten Begräbnisstätte begraben.
Einkehren kann man ganz in der Nähe, im »Restaurant Brunnauer« in der historischen Ceconi-Villa.
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