Zuckerbäckereien als UNESCO-Kulturgut: Handwerk erhält weltweite Anerkennung
Zuckerbäcker als prägend für die kulinarische Landschaft eingestuft – auch Burgenländische Konditoreien dürfen sich freuen.
Wie wird man zum Kulturerbe? Beliebtheit? Langjährige Beständigkeit? Oder vielleicht doch eher ein traditionelles Handwerk? Im Juni plante der Verein »Die Wiener Würstelstände« das Einbringen eines besonderen Antrags: die Anerkennung der Würstelstände als Kulturerbe. Nun gibt es eine Entscheidung, allerdings geht diese in die süße Richtung, denn wie nun bekannt wurde, wurden Zuckerbäckereien zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Über diese Anerkennung durften sich auch Meister Konditor:innen im Burgenland freuen – um diese gut sichtbar zu machen, hat die Landesinnung der Wirtschaftskammer ein Schild entworfen, das nun auch an burgenländische Meister-Konditor:innen überreicht wurde.
Die UNESCO-Kommission sieht sie Anerkennung darin begründet, dass es von menschlichem Wissen und dem handwerklichen Können getragen und weitergegeben wird – und das über Generationen hinweg. Darüber hinaus werden Cafés und Konditoreien als Ort des Austauschs und des gesellschaftlichen Lebens betrachtet.
Handwerk wieder in den Fokus rücken
»Die Anerkennung durch die UNESCO freut uns und macht uns sehr stolz«, sagt Evelyne Goldenits, Landesinnungsmeisterin der Konditoren im Gespräch mit einem heimischen Medium. »Wir sehen darin auch eine Chance, unsere handwerkliche Herstellung, den achtsamen Einsatz von Rohstoffen und unsere Liebe zum Detail wieder stärker ins Bewusstsein der Kundschaft zu rücken«, ergänzt sie schließlich. Konditormeister:innen in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt und Eisenstadt Umgebung, Mattersburg, Oberpullendorf, Güssing und in Oberwart durften sich über ihre Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe freuen.
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