Alpine Spitzenküche auf 3020 Metern über dem Meeresspiegel
Wird der Titlis zur neuen Genussdestination? Im von Herzog & de Meuron entworfenen «Titlis Tower« eröffnet das Restaurant «Joseph’s» mit André Kneubühler als Executive Chef.
Anfang Juni eröffnet auf über 3000 Metern über Meer der neue «Titlis Tower». Das vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Bauwerk ist der erste sichtbare Meilenstein des umfassenden «Projekt Titlis», mit dem die Titlis Bergbahnen ihre Infrastruktur bis 2029 grundlegend erneuern wollen. Der Tower ist eine Umnutzung des bestehenden Antennenturms und soll künftig als Erlebnisort mit internationaler Ausstrahlung dienen.
Herzstück des neuen Baus ist das Horizon Deck, eine Aussichtsterrasse mit 360-Grad-Rundumblick auf die umliegende Alpenwelt, die Gletscherlandschaft und das Schweizer Mittelland. Ergänzt wird das Angebot durch eine Rolex Boutique sowie das neue Casual-Fine-Dining-Restaurant «Joseph’s». Damit soll der Titlis nicht nur als Ausflugsziel, sondern auch als hochalpiner Genussort weiter positioniert werden.
André Kneubühler übernimmt die Küche
Kulinarisch verantwortet wird das «Joseph’s» von André Kneubühler. Der 32-jährige Aargauer war zuletzt als Executive Chef im «The Omnia» in Zermatt tätig. Zuvor sammelte Kneubühler Erfahrung in renommierten Häusern im In- und Ausland, darunter im «Mosimann’s Private Dining Club» in London, im «Blue Hill at Stone Barns» von Dan Barber sowie im «Eleven Madison Park» von Daniel Humm in New York. Prägend waren zudem seine Jahre im Basler «Stucki» von Tanja Grandits, wo er bis 2024 tätig war und ab 2019 als Sous-Chef wirkte.
«Mit André Kneubühler gewinnen wir einen Küchenchef, der perfekt zu unserem Anspruch passt, unseren Gästen ein Erlebnis auf höchstem Niveau zu bieten», sagt Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen. Kneubühler selbst spricht von einem «einzigartigen Arbeitsplatz» und freut sich darauf, Gäste aus aller Welt kulinarisch zu begeistern.
Projekt Titlis
Neben dem Turm entsteht bis 2029 auch eine neue Bergstation, die sich laut Projektbeschrieb wie ein Bergkristall an den Felsen schmiegen soll. Insgesamt investieren die Titlis Bergbahnen rund 150 Millionen Franken in den Tower und die neue Bergstation.
Das Bauprojekt stellt die Verantwortlichen vor besondere Herausforderungen: Gebaut wird auf über 3000 Metern, bei laufendem Tourismusbetrieb und unter teils extremen Wetterbedingungen. Gleichzeitig verfolgt das Gesamtprojekt ambitionierte Nachhaltigkeitsziele. Nach Fertigstellung der neuen Bergstation soll der CO₂-Ausstoss von 280 Tonnen pro Jahr auf 12 Tonnen pro Jahr sinken.