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Das Met-Gala-Menü 2025: Afroamerikanische Traditionen und verbotene Zutaten

Mode
Kulinarik
New York
Trend

Die Met Gala beweist: Mode kann man tragen – und schmecken. Während Stars in maßgeschneiderten Looks den roten Teppich betreten, serviert Starkoch Kwame Onwuachi ein Menü, das »Black Style« nicht nur feiert, sondern kulinarisch interpretiert.

Am ersten Montag im Mai verwandelt sich das Metropolitan Museum of Art einmal mehr in den Laufsteg der Welt: Die Met Gala, auch bekannt als die »Mode-Oscars«, zieht wieder Stars und Kreative aus aller Welt an. Unter dem diesjährigen Motto »Superfine: Tailoring Black Style« feiert die Gala nicht nur die Eleganz der Mode, sondern auch die kulturelle Tiefe schwarzer Stilgeschichte – und das nicht nur auf dem roten Teppich, sondern auch auf den Tellern.

Denn was viele nicht wissen: Die Met Gala ist nicht nur eine visuelle Show der Extraklasse, sondern auch ein Fest für den Gaumen. Die kulinarische Verantwortung liegt 2025 in den Händen von Starkoch Kwame Onwuachi, der mit seinem Gespür für afro-diasporische Küche ein Menü erschaffen will, das dem Motto nicht nur gerecht wird, sondern es geschmacklich weiterdenkt.

Haute Cuisine trifft kulturelles Erbe

Onwuachi, der für seine kreative Verschmelzung afrikanischer, karibischer und afroamerikanischer Kochtraditionen bekannt ist, verspricht ein Menü, das den kulturellen Reichtum der Black Style-Bewegung würdigt. »Ich wollte wirklich die gesamte Bandbreite Schwarzer Kultur einfangen – von der Diaspora über die Karibik bis hin zum amerikanischen Süden, sogar bis zu den Boroughs von New York«, so der Koch im Gespräch mit BET.

Die Gerichte sollen Geschichten erzählen – von Eleganz, Identität und Widerstand. In einer Vorschau erwähnte Onwuachi unter anderem Oxtail-Consommé, Short Rib Pastrami Suya und Curried Honey Butter Cornbread – allesamt Kreationen, die zwischen Soulfood und High Fashion balancieren. Die Präsentation? Couture-tauglich. Seine Philosophie: »Es gibt einen Rhythmus im Anrichten, eine Sprache des Geschmacks – Essen ist Erinnerung und Ausdruck.«

Kulinarische Regeln mit Stil

So kreativ die Küche, so streng auch ihre Grenzen. Anna Wintour, »Vogue«-Chefin und Mitorganisatorin der Gala, bestimmt nicht nur über Gäste und Modekodex, sondern auch über den Speiseplan. Die Liste der verbotenen Zutaten liest sich wie ein Style-Manifest: Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch, Petersilie und Bruschetta sind tabu. Nicht aus Laune, sondern aus Gründen der Ästhetik und Etikette – der Atem soll frisch, das Lächeln makellos, das Outfit unversehrt bleiben.

Küchenchefs wie Onwuachi müssen also nicht nur kreativ, sondern auch strategisch denken: Keine Flecken, keine Gerüche, keine grünen Kräuterreste zwischen den Zähnen. Was wie Einschränkung klingt, sieht Onwuachi als Herausforderung – ähnlich wie Designer, die sich jedes Jahr aufs Neue dem strengen Gala-Thema stellen.

Eine Hommage an Stil und Geschichte

Auch wenn der genaue Speiseplan bis zum Galaabend unter Verschluss bleibt, ist klar: Die Gäste dürfen ein Erlebnis erwarten, das weit über ein festliches Dinner hinausgeht. Onwuachis Gerichte sollen das Gefühl von Stolz, Eleganz und Identität vermitteln – mit jeder Gabel ein Stück Kulturgeschichte. »Es ist Fine Dining mit einem Hoodie«, sagt der Chef augenzwinkernd – stilvoll, aber mit Bodenhaftung.


Kristina Mitrovic
Kristina Mitrovic
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