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Luxus-Champagner à la Bollinger werden von Kate & Kon serviert.

Luxus-Champagner à la Bollinger werden von Kate & Kon serviert.
Foto beigestellt

Die kulinarischen Highlights des Opernballs

Opernball
Kulinarik
Wien

Der 67. Opernball präsentiert sich anders als seine Vorgänger: Neue Freunde kommen hinzu und im Zentrum stehen die Galionsfiguren der österreichischen Kulinarik- und Weinszene, die das Event des Jahres auf ein ganz neues Level zu heben versprechen.

Mindestens einmal im Jahr sind alle Augen auf Wien gerichtet. Und zwar genau dann, wenn es draußen kalt und finster ist und aus den hochgewachsenen Fenstern der Staatsoper goldenes Licht dringt. Wenn innen alles voller Blüten, Menschen und Pailletten ist. Wenn sich Tausende Gäste auf einen rauschenden Abend einstimmen und dann, wenn – zum allerersten Mal – das »Steirereck« mit Doppelbegleitung in den altehrwürdigen Hallen aufkocht. Zum 67. Mal findet er nun statt, der Ball der Bälle. Eine gut erprobte ­Tradition, bei der heuer trotz großer Übung doch einige Dinge anders sind. Weil zum Beispiel Richard Lugner nicht den Zylinder zückt. Oder auch, weil eines der international wohl bedeutendsten österreichischen Restaurants sein fulminantes Debüt gibt.

Neue Freunde

Denn das Herzstück der diesjährigen kulinarischen Inszenierung ist zweifellos »Steirereck & Friends«. Heinz und Birgit Reitbauer, ihres Zeichens Galionsfiguren der Austro-Gastronomie, laden in der Orchestergarderobe zu einem exklusiven Genussabend ein. Gemeinsam mit ihren ersten »Besties«, Spitzenkoch Philip Rachinger vom »Mühltalhof« und dem kreativen »Mochi«-Team, werden Gerichte serviert, die mit Kunstfertigkeit und Simplizität gleichermaßen imponieren. Das Menü liest sich wie ein zartherbes Gedicht: Blunzenbrot mit pikantem Kraut à la »Steirereck«, ein (ja wirklich!) »versautes Punschkrapferl« mit violetten Erdäpfeln von Rachinger oder »Mochis« Rice Gnocchi mit Pecorino und Trüffel versprechen Großes. »Wir servieren kleine Gerichte, die einerseits unsere kreative Küchenlinie widerspiegeln – das, wofür wir stehen – aber eben auch etwas, das am Ball Sinn macht, etwas Pfiffiges, Lustiges«, erklärt Birgit Reitbauer, die in diesem Jahr erneut Teil des Ballkomitees ist.

Nichtsdestotrotz seien die Möglichkeiten auf Bällen limitiert, was vor allem auf das Ausmaß der Veranstaltung zurückzuführen sei. »Da lernt man einen gewissen Realismus. Und am Ende des Tages ist das Würstel ein wichtiger Bestandteil«, so Reitbauer weiter. Umso mehr freut sie sich, dass mit »Steirereck & Friends« eine neue Serie geschaffen werden konnte, die mit ihren wechselnden Gästen eine Plattform für die österreichische Gastronomie bietet. So könne sie sich zum Beispiel auch vorstellen, dass die Reihe irgendwann von einem anderen Host weitergeführt wird – denn das Einzige, was dabei wirklich wichtig sei, ist die kompromisslose Qualität. Der Opernball sei »eine Plattform für das, wofür Wien und die Wiener Gesellschaft steht. Ein ›Schwarzes Kameel‹, eine ›Eden Bar‹, die Generationen von Gästen geprägt hat, ein ›Steirereck‹, wir stehen für Wien. Wir sind Wien. Und das kann man an einem Abend, in einem einzigen Haus alles gleichzeitig so erleben.«

Der Ball wird unter dem Wein-Motto »Best of Austria« zur großen Bühne für einen Auszug der besten österreichischen Winzerinnen und Winzer.
© Katharina Schiffl
Der Ball wird unter dem Wein-Motto »Best of Austria« zur großen Bühne für einen Auszug der besten österreichischen Winzerinnen und Winzer.

Alte Hasen

Wieder mit dabei ist selbstverständlich auch »Gerstner«: Ohne die Hofzuckerbäckerei kann man sich den Opernball eben einfach nicht vorstellen. Serviert werden allerhand Schnabularien aus dem Kanon der Wiener Küche, delikate Snacks und verführerische Naschereien. Darunter das altbekannte Opernballwürstel, raffinierte Sandwiches, Linseneintopf und natürlich die beliebten Petit Fours. In den Logen werden Fines de Claire und Kaviar serviert. Ein Angebot, das österreichischer kaum sein könnte, und das auch mit Veggie-Varianten besticht, wie »Gourmet«-Geschäftsführer Herbert Fuchs erklärt: »Neben altbewährten Klassikern bietet unser Team mit einem vegetarischen und veganen Angebot Abwechslung und Nachhaltigkeit. Bei der Wahl unserer hochwertigen Zutaten vertraut ›Gerstner‹ zu einem großen Teil auf österreichische Lieferanten«.

Gleich ein ganzes Meer aus Mehlspeisen gibt es in der »süßen Kurve«, sowie auf der Hinterbühne, wo Ströck sich häuslich eingerichtet hat. Mit belegten Handsemmeln, die hier noch echte Handwerkskunst sind, feiert man eine Hommage an die Wiener Jausenkultur. Zuckersüß wird es mit den erklärten Highlights: Jour-Krapfen, in Sorten wie »Tarte au Citron« oder Maroni, seien »ein Genussmoment, den man sich nicht entgehen lassen darf«, betont die Bäckerei. Begleitet wird das Ganze unter anderem von Mocktails aller Art. Ebenfalls in der »Kurve« findet man übrigens auch die cremigen Kreationen vom Eis-Greissler.

Auch die Legende des »Schwarzen Kameels« wird dieses Jahr wieder erzählt. Das Team präsentiert handgefertigte Canapés mit Brie de Meaux, Walnuss und Traube sowie die ikonische Fächerpolonaise – Beinschinken auf frischem Hausbrot mit scharfem Kren. Passend dazu: der Opernball-Negroni, gern auch als Sbagliato (»with prosecco in it«), der an der »Bar Campari« serviert wird. Eigentürmer Peter Friese zeigt sich über die Partnerschaft von »Kameel« und »Campari« sehr erfreut: »Gemeinsam schaffen wir ein einzigartiges Erlebnis, das Wiener Charme und Mailänder Eleganz in perfekter Harmonie vereint.«

Veni, vidi, vino

… lässt sich frei übersetzen mit »ich kam und ich sah Wein«, und genau das wird den geladenen Gästen wohl auch passieren. Für vinophile Virtuosen hält der Ball neben dem Sekt von Schloss Gobelsburg Spitzenweine unter dem Motto »Best of Austria« parat. Namentlich von renommierten Weingütern wie Wieninger, Tement, F.X. Pichler und vielen mehr. Von Wieningers Wiener Gemischtem Satz Bisamberg über Tements Sauvignon Blanc Kalk & Kreide bis hin zu Dorli Muhrs Blaufränkisch Samt und Seide, dem Chardonnay Ried Schüttenberg von Markowitsch sowie Kreszenzen von den Weingütern Ott und Gesellmann – die Auswahl ist äußerst erlesen. Schaumweinspezialitäten von Kate & Kon setzen weitere luxuriöse Akzente. Prestigechampagner wie Bollingers La Grande Année oder der rare R. D. lassen keine Wünsche offen. Serviert wird alles mit Kaviar und Sommelier-Service in den Logen.

Für Club-Kids

Aber auch Cocktailconnaisseure kommen beim »Kleinod« und der »Eden Bar« voll auf ihre Kosten. Während die »Eden Bar« mit ihrer seit dem Jahr 1911 gehegten Expertise mit Champagner, Cocktails, Longdrinks und Highballs aufwartet, verwandelt das preisgekrönte »Kleinod«-Team das zweite Souterrain erneut in den »Club Opera«. Hier werden neben Negronis und Earl Grey Fizz auch Lava-Lampe-Shots serviert.  Nicht verpassen! Sollte man sich, entgegen allen Erwartungen, jedoch nicht bis zum Club vorkämpfen, gibt es die anspruchsvolle Mixologie auch als mobilen Barservice. Also dann, alles Walzer!

Von Kopf bis Fuss: Das Service am Ball

Für die perfekte Ballnacht braucht es aber natürlich mehr als »nur« Spitzenkulinarik. Deswegen wartet das Opernballkomitee mit Serviceangeboten auf, damit auch das Erscheinungsbild den Walzerwirbel übersteht. Zum Beispiel steht ein »Erste Hilfe-Team« für Make-up (Lancôme) und Hair-Styling im »Beauty to go«-Bereich im
Dirigentenzimmer bereit.

Gehostet wird der Bereich heuer zum vierten Mal von Make-up Artist Alma Milcic, die ihre Künste auch im Vorfeld des Balls schon anbietet – im Couture Salon, dem Mode- und Styling-Side-Event des Balls im »Hotel Bristol«, werden die Ersten Solotänzerinnen und Solotänzerinnen des Wiener Staatsballetts von Milcic und ihrem Team geschminkt.

Rund um das edle Ballgewand finden sich ebenfalls besondere Angebote. So bietet Popp & Kretschmer, eines der größten und altehrwürdigsten Modehäuser der Hauptstadt, sowohl eine ganze Schneiderwerkstatt in den Damengarderoben sowie eine Schusterwerkstatt im Herrensologang an. Die Fachkräfte des Familienbetriebs, der sonst im Palais Todesco beheimatet ist, finden im Handumdrehen eine Lösung für jede Garderobenpanne. Bereits seit dem Jahr 1889 steht man für Exzellenz, perfekten Service und fundierte Expertise in Sachen Designerkleidung.


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Fee Louise Schwarz
Fee Louise Schwarz
Digital Redakteurin
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